(pol) Mit dem Schulstart in Bayern am Dienstag, 15. September verstärkt die Polizei ihre Kontrollen rund um Schulen und auf Schulwegen. Bis einschließlich 2. Oktober läuft die Aktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“. Besonders im Blick stehen Geschwindigkeit, Halteverbote, die Sicherung von Kindern im Auto und sogenannte „Eltern-Taxis“.

Eltern-Taxi im Visier der Polizei

Gerade für Erstklässler beginnt mit dem ersten Schultag auch eine neue Herausforderung im Straßenverkehr. Die Polizei will deshalb vor Unterrichtsbeginn und nach Schulschluss verstärkt Präsenz zeigen. Kontrolliert wird sowohl stationär als auch mobil.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West wurden im vergangenen Schuljahr 60 Schulwegunfälle registriert, zehn weniger als im Vorjahr. Dabei wurden 72 Schüler*innen verletzt. Besonders häufig betroffen waren Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren.

Viele der verunglückten Schülerinnen und Schüler waren mit Fahrrad oder Pedelec unterwegs. Die meisten Unfälle ereigneten sich morgens zwischen 7 und 8 Uhr sowie mittags zwischen 12 und 14 Uhr.

Bemerkenswert ist aus Sicht der Polizei eine andere Zahl: Dort, wo Schülerlotsen oder Polizeibeamte den Verkehr überwachten beziehungsweise regelten, ereignete sich erneut kein Schulwegunfall.

Gurt und Kindersitz im Visier

Vom 15. bis 18. September finden zusätzlich bayernweite Kontrollen zur Gurt- und Kindersicherungspflicht statt. Die Beamten überprüfen dabei insbesondere, ob Kinder im Fahrzeug ordnungsgemäß gesichert sind.

Auch Fahrräder junger Verkehrsteilnehmer werden auf ihre Verkehrssicherheit kontrolliert. Rund um Schulen und Kindergärten achtet die Polizei zudem verstärkt auf Geschwindigkeitsverstöße und falsch abgestellte Fahrzeuge.

Wenn das „Eltern-Taxi“ selbst zum Problem wird

Kritisch sieht die Polizei das Verkehrschaos, das vor manchen Schulen durch sogenannte „Eltern-Taxis“ entsteht. Halte- und Wendemanöver unmittelbar vor den Schulgebäuden können die Situation für Kinder unübersichtlich und gefährlich machen.

Das Polizeipräsidium empfiehlt deshalb, Kinder möglichst zu Fuß zur Schule gehen zu lassen. Ist die Fahrt mit dem Auto notwendig, sollen ausgewiesene Halte- und Parkmöglichkeiten genutzt werden.