(ak) Von der erhofften Fortsetzung der Siegesserie zum ernüchternden Auftritt: Der FSV VfB Straubing hat beim TSV Neustadt an der Donau eine deutliche 0:3-Niederlage kassiert. Nach drei Siegen in Folge präsentierten sich die Gäste am Samstag überraschend schwach und waren dem Aufsteiger vor allem in der ersten Halbzeit deutlich unterlegen. Co-Spielertrainer Tom Liebherr fand anschließend klare Worte.

Die gut 100 Zuschauer sahen unter der sicheren Leitung von Schiedsrichter Marius Hägle eine einseitige erste Halbzeit. Nicht die favorisierten Straubinger, sondern die Gastgeber bestimmten vom Anpfiff weg das Geschehen.

Neustadt spielt Straubing regelrecht an die Wand

Die Mannschaft von TSV-Trainer Florian Baumer überzeugte mit hoher Laufbereitschaft, aggressivem Zweikampfverhalten und sicherem Kombinationsspiel. Straubing dagegen fand kaum Zugriff auf die Partie und zeigte die bislang schwächste Saisonleistung.

Mehr als ein halbes Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten erspielten sich die Hausherren allein vor der Pause. Drei davon nutzten sie konsequent.

Nach knapp einer halben Stunde brachte Andreas Geretshauser Neustadt mit 1:0 in Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte Torjäger Mergim Dumani auf 2:0. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff vollendete Nikita Müller eine sehenswerte Kombination zum 3:0.

Von den Gästen kam bis dahin offensiv praktisch nichts. Auch kämpferisch konnte der FSV VfB dem Aufsteiger wenig entgegensetzen.

Selbst beste Torchancen bleiben ungenutzt

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Straubing zumindest etwas. An die Leistungen der vergangenen Wochen konnte die Mannschaft jedoch nicht anknüpfen.

Wie bereits bei der 0:1-Pokalniederlage gegen den FC Künzing unter der Woche offenbarte die Straubinger Offensive erhebliche Schwächen im Abschluss.

Mindestens drei hochkarätige Möglichkeiten blieben ungenutzt. Einmal gelang es den Gästen sogar nicht, den Ball im leeren Tor unterzubringen. Felix Jobst traf zudem nur den Pfosten.

Neustadt ließ es angesichts der komfortablen Führung etwas ruhiger angehen, behielt aber jederzeit die Kontrolle über das Spiel. So blieb es beim hochverdienten 3:0-Erfolg des Aufsteigers.

Liebherr: „Wir müssen uns ernsthaft hinterfragen“

FSV VfB-Cheftrainer Franz Koller konnte die Partie wegen eines Trainerlehrgangs in Oberhaching nicht begleiten. Sein Fehlen allein erklärte die schwache Mannschaftsleistung allerdings nicht.

Co-Spielertrainer Tom Liebherr zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend enttäuscht:

„Das war ein ganz schlechtes Spiel von uns hier in Neustadt/Donau. Spielerisch, kämpferisch und von der Grundeinstellung waren wir in allen Belangen unterlegen. Letztes Endes haben wir absolut verdient verloren. Wir müssen uns ernsthaft hinterfragen, welches Ziel wir für die restliche Saison ins Auge fassen wollen.“

Deutlicher hätte die Analyse kaum ausfallen können.

Nur ein Auswärtssieg in der gesamten Hinrunde

Trotz der Niederlage beendet der FSV VfB Straubing die Hinrunde mit 25 Punkten. Diese Ausbeute verdankt die Mannschaft allerdings vor allem ihrer Heimstärke. Auf fremden Plätzen gelang bislang lediglich ein einziger Sieg.

Nun steht eine intensive Trainingswoche bevor. Bereits am kommenden Samstag, 24. Oktober um 15 Uhr beginnt für die Straubinger beim FC Ergolding die Rückrunde.

Dort bietet sich die nächste Gelegenheit, die enttäuschende Auswärtsbilanz zu verbessern und eine Reaktion auf den schwachen Auftritt in Neustadt zu zeigen.