Evakuierung in Augsburg – Straubinger ehrenamtliche Rotkreuzler dabei – Update
(ra) Nach einem Bombenfund in der Augsburger Innenstadt stand am ersten Weihnachtsfeiertag die größte Evakuierungsaktion der Nachkriegszeit an. Über 800 Freiwillige aus ganz Bayern halfen mit dazu – darunter auch neuen Freiwillige der BRK-Bereitschaften aus Stadt und Landkreis Straubing.

Mit vier Fahrzeugen machten sie sich bereits um 3 Uhr morgens des ersten Weihnachtsfeiertags auf den Weg nach Dasing. Von dort aus operierte das gemeinsame Hilfeleistungskontingent Niederbayern-Oberpfalz, das die Regierung von Schwaben angefordert hatte.
Der erste Auftrag war, die Bewohner eines Seniorenheims im Sperrgürtel in eine Unterkunft rund fünf Kilometer außerhalb zu bringen. Gemeinsam schafften die Helfer diese Aufgabe in weniger als einer Stunde. Anschließend halfen sie noch einzelne Bewohner, die sich zum Teil weigerten, ihre Wohnungen in der Innenstadt zu verlassen, aus dem Gefährdungsbereich zu transportieren.
Dann begann das große Warten: Denn erst gegen 19 Uhr stand fest: die Sprengmeister konnten die Bombe entschärfen.
Allerdings dauerte es bis gegen 22 Uhr, bis die Helfer aus der Region mit der Rückevakuierung beginnen konnten. Sie fuhren die Bewohner des Seniorenheims aus der Notunterkunft zurück in ihre Zimmer. Gut 24 Stunden nach Einsatzbeginn waren die neun Helfer sicher und gesund wieder in Niederbayern. Auch wenn sie den ersten Weihnachtsfeiertag nicht im Kreis der Familie feiern konnten, stand für die Bereitschaftsmitglieder fest: ihre Mithilfe hatte sich gelohnt.