(ak) Eine Stunde lang sah alles nach einem starken Auswärtssieg aus – dann kippte die Partie komplett. Der FSV VfB Straubing führte am Freitagabend beim TV Aiglsbach verdient mit 2:0, musste innerhalb von nur 14 Minuten aber drei Gegentreffer hinnehmen und verlor noch mit 2:3. Besonders bitter: Trotz sieben fehlender Stammspieler zeigte die junge Straubinger Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber den vergangenen beiden Spielen.

Knapp 200 Zuschauer sahen unter der Leitung von Schiedsrichter Michael Freund eine gute Bezirksligapartie. Straubing musste personell erneut improvisieren. Unter anderem rückte Niklas Bogner aus der zweiten Mannschaft in die Defensive und zeigte dort eine starke Leistung.

Aiglsbach hatte zwar mehr Ballbesitz, doch der FSV VfB setzte seinen Matchplan zunächst konsequent um. Die Straubinger standen defensiv kompakt und ließen nur wenige gefährliche Situationen zu. Vor allem Aiglsbachs Torjäger Manfred Gröber wurde weitgehend aus dem Spiel genommen.

Tavcar bringt Straubing verdient in Führung

In der 39. Minute belohnte sich der FSV VfB für seinen Auftritt. Nach einer Ecke von Mario Cieslik und der Ablage von Valentin Kainz zog Neuzugang Nico Tavcar ab und traf zur verdienten 1:0-Führung. Noch vor der Pause hätten Julian Weber und erneut Tavcar erhöhen können, doch Aiglsbachs Torhüter Dominik Bals verhinderte einen höheren Rückstand.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Straubing zunächst auf Kurs. Nico Tavcar und Lorik Ajeti hatten Gröber weiterhin gut im Griff, während die Gäste offensiv immer wieder gefährliche Nadelstiche setzten.In der 54. Minute wurde Florian Folger im Strafraum zu Fall gebracht. Der Gefoulte trat selbst zum Elfmeter an und verwandelte sicher zum 2:0. Die Überraschung in Aiglsbach schien greifbar.

Innerhalb von 14 Minuten kippt das Spiel

Doch dann begann eine bittere Viertelstunde für Straubing. In der 65. Minute brachte Gröber die Gastgeber zurück ins Spiel. Einen Freistoß aus rund 18 Metern jagte der Torjäger durch die Mauer in den Winkel – nur noch 1:2. Mit dem Anschlusstreffer war auch das Aiglsbacher Publikum wieder da. Die Gastgeber erhöhten den Druck und wurden zunehmend gefährlicher.

Acht Minuten später fiel der Ausgleich. Nach einem Angriff über die rechte Seite wurde eine scharfe Hereingabe von Tavcar unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Aus der komfortablen 2:0-Führung war innerhalb weniger Minuten ein 2:2 geworden.

Und es kam noch schlimmer: In der 79. Minute ging Spielführer Felix Jobst nach einem Zweikampf zu Boden. Während die Straubinger ein Foulspiel reklamierten, ließ der Schiedsrichter weiterspielen. Der eingewechselte Roman Roggenbuck nutzte die Situation und hämmerte den Ball zum 3:2 unter die Latte.

Große Ausgleichschance in der Nachspielzeit

Straubing gab sich dennoch nicht geschlagen und warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Tatsächlich bot sich in der 94. Minute die große Chance zum 3:3. Nach einer Ecke kam Arian Ramadani zum Abschluss, doch Torhüter Bals reagierte stark und rettete Aiglsbach den Heimsieg.

Damit steht der FSV VfB trotz einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung erneut ohne Punkte da. Nach den Niederlagen gegen Langquaid und Schierling war es bereits die dritte Pleite in Folge.

Spielertrainer Maximilian Hupfloher sah dennoch deutliche Fortschritte: „Trotz sieben fehlender Stammspieler haben wir eine gute Stunde lang unseren Matchplan diszipliniert und überzeugend umgesetzt.“ Letztlich hätten ein Freistoß durch die Mauer, ein Eigentor und ein weiterer individueller Fehler die Mannschaft um den Lohn gebracht. „Wie schon gegen Langquaid und Schierling kosten uns momentan zu viele vermeidbare Fehler wichtige Punkte.“

Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag um 14 Uhr wartet die nächste hohe Hürde: Dann empfängt der FSV VfB Straubing den aktuellen Tabellenführer SV Neufraunhofen.