(ra) Mit rund 180 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung hat am Dienstag das Treffen des Straubinger Wirtschaftsnetzwerks im Rittersaal des Herzogsschlosses einen neuen Teilnehmerrekord erreicht. Die Resonanz unterstreicht den festen Platz des Formats im Jahreskalender der regionalen Wirtschaft.

Wirtschaftsförderin Daniela Bachmeier betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit. Eine interaktive Umfrage zeigte: Besonders gefragt sind Austausch, aktuelle Informationen aus der Wirtschaftsförderung und Einblicke aus dem Rathaus.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr verwies auf positive Kennzahlen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entwickle sich insgesamt stabil, die Gewerbesteuereinnahmen seien erfreulich, beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner liege Straubing im niederbayernweiten Zehn-Jahres-Vergleich auf Platz zwei. Zugleich sprach er Herausforderungen wie Bürokratie, Energiepreise und Handelsbarrieren an. Gerade beim Abbau bürokratischer Hürden sehe die Stadt eigene Handlungsspielräume.

Mit dem Projekt „Verwaltung gestalten“ modernisiert die Stadt ihre Abläufe, baut Online-Dienstleistungen aus und stärkt IT-Sicherheit sowie Prozessmanagement. Die Wirtschaft brachte konkrete Vorschläge ein, etwa vereinfachte Bauanträge, papierlose Verfahren und schnellere Abläufe.

Ein zentrales Infrastrukturprojekt ist der flächendeckende Glasfaserausbau. Gemeinsam mit R-KOM und den Stadtwerken sollen in den kommenden sechs bis sieben Jahren rund 34.000 Nutzungseinheiten im Stadtgebiet angeschlossen werden – in kommunaler Hand und im Open-Access-Modell.

Für die Innenstadtentwicklung stellte Stadtmarketing-Leiter Simon Wagner den Masterplan vor. Grundlage ist unter anderem eine Bürgerbefragung mit mehr als 13.000 Teilnehmenden. Ziel ist eine nachhaltige Stärkung der Aufenthaltsqualität und neue Impulse im Umfeld der Donau.

Mit dem Neubau des Fraunhofer IGB und der Mehrzweck-Demoanlage „BioCampus MultiPilot“ präsentierte Andreas Löffert weitere Leuchtturmprojekte. Zusammen mit dem TUM Campus und weiteren Partnern entsteht ein Scale-Up-Hub für industrielle Biotechnologie.

Daniela Bachmeier stellte Ergebnisse der STRANAX-Erhebung und neue Initiativen im Standortmarketing vor. Der offizielle Teil ging in einen lebendigen Austausch über – ein Abend, der die Bedeutung eines starken Netzwerks für den Wirtschaftsstandort Straubing deutlich machte.