(ak) Ein folgenschwerer Abwehrfehler, zahlreiche vergebene Torchancen und gleich drei Aluminiumtreffer: Der FSV VfB Straubing hat den Einzug ins Totopokal-Halbfinale verpasst. Die Mannschaft von Trainer Franz Koller unterlag am Mittwoch dem FC Künzing im Viertelfinale mit 0:1. Dabei hatten die Gastgeber genügend Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden.
Beide Mannschaften mussten auf mehrere Stammspieler verzichten und veränderten ihre Aufstellungen entsprechend. Unter der souveränen Leitung von Schiedsrichter Gabriel Rau entwickelte sich zunächst eine vorsichtige Begegnung mit wenigen Höhepunkten.
Erst Großchance, dann folgenschwerer Fehler
Nach rund einer Viertelstunde bot sich den Straubingern die erste große Möglichkeit. Simon Hack schickte Max Plendl in den Strafraum, doch dessen Schuss parierte der Künzinger Torwart glänzend. Den Abpraller setzte Hack aus etwa zehn Metern am nahezu leeren Tor vorbei.
Nach gut einer halben Stunde folgte die kalte Dusche: Ein schwerer Fehlpass der Straubinger Hintermannschaft im eigenen Strafraum brachte Daniel Schmalzl in Ballbesitz. Der Künzinger ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf freistehend zum 0:1.
Straubing trifft Latte und Pfosten
Nach der Halbzeitpause erhöhte die Mannschaft von Franz Koller deutlich den Druck und drängte die Gäste weitgehend in deren eigene Hälfte. Rund ein Dutzend Torchancen erspielten sich die Straubinger bis zum Abpfiff. Doch entweder fehlte die Präzision im Abschluss oder das Aluminium stand im Weg: Zweimal rettete die Latte, einmal der Pfosten.
Künzing konzentrierte sich auf Konter, kam dabei aber nur selten gefährlich zum Abschluss. Lediglich Jakob Schönhofer prüfte Straubings Torwart Kaan Gülcü mit einem kräftigen Schuss aus kurzer Distanz. So retteten die Gäste ihren knappen Vorsprung über die Zeit und zogen ins Totopokal-Halbfinale ein.
Trainer Koller ärgert sich über das Ausscheiden
FSV VfB-Trainer Franz Koller zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage mit der Leistung seiner ersatzgeschwächten Mannschaft nicht unzufrieden:
„Trotz der vielen Ausfälle haben wir eine ordentliche Partie abgeliefert. Wir haben uns leider durch einen brutalen individuellen Fehler in der Abwehr mit dem Gegentor selbst bestraft und haben selbst trotz sehr vieler hochkarätiger Chancen kein Tor gemacht.“
Das Ausscheiden sei ärgerlich. Dennoch könne seine Mannschaft die Begegnung als wertvolle Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen verbuchen, insbesondere für Spieler mit bislang wenig Einsatzzeit.
