(jh) Bei der Stichwahl am Sonntag entschieden sich die Wähler*innen mehrheitlich für Tobias Beck von den Freien Wählern. 58,4 Prozent votierten für ihn. Er wird am 1. Mai Nachfolger von Josef Laumer (CSU). Der Mitbewerber Ewald Seifert (CSU) bekam 41,6 Prozent.
Insgesamt waren am Sonntag 83.081 Personen zur Stichwahl aufgerufen. Gewählt haben jedoch nur 58,6 Prozent. Um 19.09 Uhr stand das Ergebnis fest:
| Tobias Beck (Freie Wähler) | Ewald Seifert (CSU) |
| 58,4 Prozent | 41,6 Prozent |

Der bisherige Landrat Josef Laumer (CSU) ist aus Altersgründen bei der Landratswahl am 8. März nicht mehr angetreten. Beworben hatten sich Ewald Seifert (CSU), Tobias Beck (Freie Wähler), Oskar Saller (SPD) und Dr. Christian Waas (ÖDP/PU). Für Seifert stimmten damals 46,1 Prozent, für Beck 39,3 Prozent, für Saller 5,3 Prozent und für Dr. Waas 9,3 Prozent.

Wie fühlte sich Tobias Beck nachdem am Sonntagabend das Wahlergebnis feststand: „Ich fühle mich erleichert. Der Wahlkampf war lange. Dann kamen noch 14 Tage hinzu. Dass das Ergebnis so gut ausgefallen ist, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber ich denke, dass es für die Wählerinnen und Wähler von Bedeutung war, dass ich überparteilich agieren möchte.“
Als erstes will Beck schauen was im Vorfeld der Amtsübernahme auf ihn zukommen wird. Wenn am 4. Mai sein erster Arbeitstag ist, will er als erstes die Personen im Landratsamt kennenlernen und schauen, wo man Dinge voranbringen kann, wie wir es im Wahlkampf versprochen haben. „Die Kreiskliniken werden die ersten Monate Schwerpunkt und ein wahnsinnig schwieriges Thema sein. Vor allem durch den neuen Bürgermeister werden wir auch einen neuen Gesprächspartner haben. Wir wollen miteinander gute Lösungen finden. Es wird auf mich eine sehr arbeitsintensive Zeit zukommen. Aber wird auch eine schöne Zeit werden, in der ich viel für unseren Landkreis und unsere Bürgerinnen und Bürger bewegen können.

In einem ersten Interview sagte Ewald Seifert gegenüber den Medien, dass er natürlich über das Ergebnis überrascht sei. „Ich habe natürlich meinem Mitbewerber inzwischen gratuliert und ihm in seinem neuen Amt eine gute Hand gewünscht.“ Was zu seiner Niederlage geführt habe, sagte er: „Das müssen wir erst einmal analysieren. Meine Leute waren auf alle Fälle sehr engagiert.“
