(ra) Soziale Themen, Infrastruktur und die Zukunft der Versorgung standen am Mittwoch im Mittelpunkt des CSU-Seniorennachmittags im Café Greindl in Sankt Englmar. Nach den Worten des Ortsvorsitzenden und Bürgermeister Anton Piermeier sei das Ziel dieser Veranstaltung gewesen, vor der Kommunalwahl am 8. März bewusst den Dialog zwischen den Generationen zu suchen.

Bürgermeisterkandidat Andi Aichinger stellte die Grundzüge des gemeinsam mit seinem Team erarbeiteten Wahlprogramms vor. Schwerpunkte setzte er bei sozialen Belangen, der Infrastruktur vor Ort sowie bei lokaler Wirtschaft und Tourismus. Mit Blick auf die Enkelgenerationen nannte er die Sanierung der Grundschule als Ziel. Bildung sei ein zentraler Standortfaktor und Voraussetzung für eine gute Zukunft.
Aichinger kündigte an, die Angebote der örtlichen Seniorenarbeit weiter fördern zu wollen. Auch die Vielzahl regionaler Beratungsangebote solle stärker gebündelt werden, um effektiver zu arbeiten. Gleichzeitig wolle man das „Wir-Gefühl“ innerhalb der Seniorengemeinschaft stärken. Bei der Grundversorgung im Ort und einer funktionierenden Infrastruktur werde man ansetzen. Konkrete Beispiele nannte er bei der Wasser- und Abwasserversorgung. Um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen, brauche es zudem eine prosperierende Wirtschaft. Örtliche Betriebe gelte es zu halten, in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen und sichtbarer zu machen.
Konzells Bürgermeister und Kreisrat Hans Kienberger widmete sich in seinem Referat der Entwicklung des Rettungsdienstes in der Region. Sankt Englmar habe in der Vergangenheit mit dem Zuschlag für einen Rettungsstellplatz profitieren können. Schnell sei Piermeier, dem stellvertretenden Landrat Aichinger und ihm klar gewesen, dass die Betriebszeiten in Sankt Englmar ausgeweitet werden müssten. Hintergrund sei die gesetzliche Vorgabe, wonach 80 Prozent der Notfälle in Bayern innerhalb von zwölf Minuten mit qualifizierter Hilfe erreicht werden sollen.
Das Gutachten „Trust IV“ bestätige nach Kienbergers Darstellung die Argumentation. Demnach solle die Vorhaltezeit im Bergdorf künftig von 7 Uhr bis 22 Uhr ausgeweitet werden. Für eine zügige Umsetzung wolle man im Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung weiter mit vollem Einsatz arbeiten.
Kienberger erteilte zudem einer Schließung eines Krankenhauses eine klare Absage: „Die 120 Betten in Bogen, die können wir gut brauchen. Mit Ewald Seifert als Landrat und einer starken CSU wird es keine Schließung geben.“ Für eine gute Pflege brauche es vor allem Fachpersonal. Die Wiedereröffnung der Pflegeschule wertete Kienberger als wichtigen Schritt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Angebote wie eine Tagespflege dauerhaft nur funktionieren, wenn sie auch genutzt werden.
