(ra) Chiasamen gehören längst zum Sortiment vieler Supermärkte. Doch wie verwendet man die kleinen Körner eigentlich richtig? Wichtig ist vor allem ausreichend Flüssigkeit, denn Chiasamen können große Mengen davon aufnehmen.

Foto: Verbraucherzentrale Bayern/Hülsmann

Die Samen lassen sich beispielsweise für Müsli, Gebäck und Süßspeisen verwenden. Sie enthalten viele Ballaststoffe sowie pflanzliche Omega-3-Fettsäuren. Damit der Körper die enthaltenen Nährstoffe gut aufnehmen kann, empfiehlt es sich, geschrotete Chiasamen zu verwenden oder die ganzen Körner gründlich zu kauen.

Eine Besonderheit ist ihre starke Quellfähigkeit. Chiasamen sollten deshalb vor dem Verzehr ausreichend Flüssigkeit aufnehmen können. Wer sie direkt und ungequollen isst, sollte genügend trinken. Andernfalls könne es zu Verstopfungen kommen, warnt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Vorsicht kann auch bei bestimmten Allergien geboten sein. Chia gehört wie Minze, Thymian, Rosmarin und Salbei zu den Lippenblütlern. Menschen, die auf Pflanzen dieser Familie oder auf Senf allergisch reagieren, sollten nach Angaben der Verbraucherzentrale auch bei Chiasamen aufmerksam sein.

Leinsamen als heimische Alternative

Chiasamen stammen häufig aus Mittel- und Südamerika und haben entsprechend lange Transportwege hinter sich. Mittlerweile gibt es allerdings auch Chia aus deutschem Anbau.

Eine meist günstigere Alternative sind Leinsamen. Sie besitzen eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung. Wer seine Ernährung mit pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren ergänzen möchte, kann laut Verbraucherzentrale außerdem zu Rapsöl oder Walnüssen greifen.