(ra) Die anhaltende Hitze und ausbleibende Niederschläge sorgen in Niederbayern für eine erhöhte Wald- und Vegetationsbrandgefahr. Die Regierung von Niederbayern hat deshalb von Donnerstag, 25. Juni, bis Montag, 29. Juni, insgesamt neun Luftbeobachtungsflüge angeordnet, um mögliche Brandherde frühzeitig zu erkennen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird in den kommenden Tagen eine erhöhte bis hohe Vegetationsbrandgefahr erwartet. Um Gefahrenquellen überwachen und Brände möglichst schnell entdecken zu können, erfolgen die Beobachtungsflüge in den Nachmittagsstunden, wenn das Risiko am größten ist.
Die Flüge werden von verschiedenen Stützpunkten der Luftrettungsstaffel Bayern aus durchgeführt. Am Donnerstag starten die Maschinen vom Stützpunkt Wallmühle im Landkreis Straubing-Bogen. An den folgenden Tagen kommen unter anderem die Stützpunkte Ellermühle im Landkreis Landshut, Vilshofen im Landkreis Passau, Arnbruck im Landkreis Regen sowie Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn zum Einsatz.
Insgesamt sind bis Montag neun Beobachtungsflüge über verschiedenen Sektoren Niederbayerns vorgesehen. Die Wetterlage wird dabei täglich neu bewertet. Weitere Maßnahmen können je nach Entwicklung kurzfristig angepasst werden.
Die Umsetzung der Anordnung erfolgt durch die jeweiligen Landratsämter. Diese stellen ausgebildete Luftbeobachter zur Verfügung. Die Luftrettungsstaffel Bayern organisiert die Einsätze gemeinsam mit ehrenamtlichen Pilotinnen und Piloten.
Die Regierung von Niederbayern appelliert eindringlich an die Bevölkerung, in Waldgebieten besonders vorsichtig zu sein. Offenes Feuer und Rauchen sind im Wald sowie in einem Umkreis von weniger als 100 Metern strikt zu vermeiden. Besondere Vorsicht wird zudem Waldbesitzern, Jägern und allen Personen empfohlen, die derzeit Arbeiten im Wald verrichten.
Angesichts der anhaltenden Trockenheit kann bereits ein kleiner Funke ausreichen, um einen Brand auszulösen.
