(ak) Ein Testspiel, das nach Abpfiff noch lange Gesprächsthema bleibt: Sechs Tore, viel Tempo und ein spätes 3:3, das sich für Straubing wie ein verschenkter Sieg anfühlt. Roding rettet sich in der Nachspielzeit über die Linie – nach Tumult, Diskussionen und einem Treffer, der aus Straubinger Sicht Fragen aufwirft.

Am Sonntag sahen die zahlreichen Zuschauer*innen ab 15 Uhr am neuen Kunstrasenplatz ein unterhaltsames Testspiel zwischen dem FSV VfB Straubing und dem Landesligisten TB 03 Roding. Die Partie endete 3:3. Für Roding trafen Almir Mujcinovic per Doppelpack und Tobias Vogl. Die Straubinger Tore erzielten Florian Folger und Bleron Dobruna, ebenfalls jeweils doppelt.

Roding ging früh in Führung: Almir Mujcinovic verwandelte nach gut zehn Minuten einen Freistoß von der Strafraumgrenze direkt zum 0:1. Straubing antwortete rund zehn Minuten später mit dem 1:1. Bleron Dobruna schloss eine Kombination über Felix Jobst und Kaan Schaffrath ab. Nach gut einer halben Stunde nutzte Mujcinovic einen Fehler im Spielaufbau in der Straubinger Defensive zur erneuten Gästeführung. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem FSV VfB der nächste Ausgleich: Wieder traf Dobruna, diesmal nach einem Spielzug über Felix Jobst und Florian Folger zum 2:2.

Während Roding in der ersten Halbzeit etwas mehr Spielanteile hatte, übernahmen nach der Pause die Hausherren das Kommando. In der 82. Minute fiel der vermeintliche Siegtreffer für Straubing: May Hupfloher spielte Florian Folger in die Gasse, Folger wurde im Rodinger Strafraum gefoult und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst unhaltbar zum 3:2.

In der Nachspielzeit kam Roding noch einmal zu einem Eckball. Vor dem FSV VfB-Tor entstand ein Tumult. Straubings Torwart Marcel Bauer wurde dabei nach Darstellung des Berichts klar gefoult. Tobias Vogl bugsierte den Ball anschließend im fünften Nachschuss über die Linie. Rodinger Tobias Ederer musste wegen wiederholten Foulspiels vom Platz, der Ausgleichstreffer zählte dennoch. So endete die Partie aus Straubinger Sicht eher unglücklich, für Roding eher glücklich, mit 3:3.

FSV VfB-Spielertrainer Pavel Panafidin sagte nach dem Spiel: „Wir haben 3:3 gespielt. Zwei Gegentore haben wir uns selber eingebrockt und das 3:3 zum Ende war richtig unnötig. Das ärgert uns, weil wir dadurch den möglichen Sieg vergeben haben. Trotzdem bin ich im Großen und Ganzen mit der Leistung der Jungs zufrieden. Wir haben heute auch sehr gute Spielzüge gezeigt und gesehen, dass wir offensiv in der lange sind uns klare Chancen zu erspielen.“