(ra) In Deutschland ist etwa jede zweite Person über 65 von einer Hörminderung betroffen. Dies kann spürbare Folgen für den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen haben, weshalb eine frühzeitige Versorgung entscheidend ist. Ein bedeutender Aspekt wird in der Versorgung der Hörgesundheit bislang jedoch häufig vernachlässigt: psychosoziale Einflüsse.

Älterwerdende Menschen klagen über Hörschwierigkeiten

Dazu zählen beispielsweise soziale Unterstützung oder auch der individuelle Umgang mit Veränderungen. An genau dieser Versorgungslücke setzt das Forschungsprojekt AgeHearing-QoL an. Ziel ist es, ein Trainingsprogramm zu entwickeln, das älterwerdende Menschen mit Hörschwierigkeiten in ihren psychosozialen Ressourcen stärkt und so mehr Lebensqualität im Alltag schafft.

Zunächst gilt es für das Projektteam zu untersuchen, welche psychosozialen Faktoren bei altersbegleitender Schwerhörigkeit besonders wichtig für die Lebensqualität sind. Darauf aufbauend entwickeln die Forschenden ein Trainingsprogramm, das später in einer klinischen Studie erprobt wird. So soll am Ende ein wirksames Angebot geschaffen werden, das langfristig in der Versorgungspraxis eingesetzt werden kann.

Online-Befragung bis 28. Februar

Um eine fundierte Grundlage für das neue Trainingsprogramm zu schaffen, führt das Projektteam bis zum 28. Februar eine Online-Befragung durch. Gesucht werden dafür Erwachsene ab 40 Jahren, die erste Anzeichen oder eine bereits bestehende altersbegleitende Schwerhörigkeit aufweisen. Die Online-Befragung dauert etwa 30 bis 40 Minuten, die Teilnahme ist anonym und freiwillig. Als kleines Dankeschön verlost das Forschungsteam unter allen Teilnehmenden zehn Wunschgutscheine im Wert von jeweils 25 Euro. 

Das Projektteam freut sich über alle, die an der Befragung teilnehmen und so dazu beitragen, die Versorgung schwerhörender Menschen zu verbessern. Die Befragung ist für Interessierte über folgenden Link erreichbar: https://s2survey.net/agehearing/ 

Über das Forschungsprojekt 

Das Projekt AgeHearing-QoL („Psychosoziale Faktoren für die Lebensqualität älterwerdender Menschen mit Schwerhörigkeit: Neue Ansätze für die Versorgung“) startete im April des vergangenen Jahres und läuft insgesamt drei Jahre. Es wird in Kooperation zwischen der Hochschule Landshut, der Universitätsmedizin Greifswald und der Charité – Universitätsmedizin Berlin durchgeführt. Zusätzlich sind zahlreiche Praxispartner beteiligt, darunter der Deutsche Schwerhörigenbund e.V., die Deutsche Tinnitus-Liga e.V., die Deutsche Stiftung Tinnitus und Hören Charité, das IGES Institut, der Hörgerätehersteller WSAudiology sowie weitere Fachexperten aus der Versorgung. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden sich unter https://www.haw-landshut.de/forschung/forschungsbereiche/medizintechnik/mensch-maschine-interaktion/forschungsprojekt-agehearing-qol 

Kurzinfos zur Studie im Überblick: 

  • Die Befragung läuft bis 28. Februar
  • Teilnehmen können Erwachsene ab 40 Jahren mit ersten Anzeichen oder bestehender altersbegleitender Schwerhörigkeit
  • Dauer: ca. 30 bis 40 Minuten
  • Die Teilnahme ist anonym und freiwillig
  • Benötigt wird ein internetfähiges Gerät und ein Kopfhörer (für ein optionales Hörscreening)

Link zur Befragung: https://s2survey.net/agehearing/