(hs) Die Roten Raben ziehen weiter einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze der Sparda 2. Liga Pro. Sie besiegten am Samstag vor beinahe 500 Zuschauern die Neuseenland-Volleys Markkleeberg. Nach 64 Minuten Spielzeit hießt es deutlich 3:0. 25:19/25:13/25:19. Dabei erlebten die Zuschauer, das, was man gemeinhin als Arbeitssieg bezeichnet.
Auch wenn Raben-Trainer Guillermo Gallardo während des Spiels immer wieder engagiert coachen musste, war er am Ende „zufrieden mit der Vorstellung meiner Mannschaft“. Schließlich habe man erneut ohne Satzverlust drei Punkte geholt und die Verfolger Straubing und Oythe auf Abstand gehalten.

Zwei Auszeiten in einem Satz braucht Raben-Trainer Guillermo Gallardo nur selten. Doch gegen den Tabellenzwölften Markkleeberg musste er genau diese bereits beim 11:15 nehmen. Seine Mannschaft kam mal wieder nur sehr schleppend in den Satz, musste die Gäste aus der Nähe von Leipzig sogar auf 3:8 davonziehen lassen: mit Problemen in der Annahme und bei den Aufschlägen machten es sich Pia Fernau & Co. selbst schwer. „Wir scheinen immer erst deutliche Worte von Trainer Guillermo Gallardo zu brauchen, damit wir auf Touren kommen“, beschreibt es Pia Fernau.
Doch, und das zeichnet die Mannschaft aus, sie gibt nicht auf, sie kämpfte weiter und holte Punkt für Punkt auf. Beim 17:17 war erstmals der Ausgleich geschafft, beim 21:19 der erste Zwei-Punkte-Vorsprung. Danach ließen die Roten Raben nichts mehr anbrennen: Die Aufschläge von Annie Hatch legten den Grundstock und Julia Brandhuber machte mit dem Punkt zum 25:19 den Sack zu.
Wesentlich entspannter war die Miene von Trainer Gallardo im zweiten Satz. Von Beginn an übernahmen die Roten Raben das Ruder. Als sei der Knoten geplatzt, konnten die Raben jetzt ihr Spiel aufziehen. Auch wenn sich Markkleeberg nach Kräften wehrte, konnten sie dem Angriffswirbel der Roten Raben nichts adäquates mehr entgegenhalten. Beim 16:9 hatten die Vilsbiburger Damen die Führung auf sieben Punkte ausgebaut, beim 20:12 waren es bereits acht. Nach gerade einmal 18 Minuten Spielzeit holten die Roten Raben auch Satz zwei; dieses Mal mit 25:13.
Auch der dritte Satz war eher nach dem Geschmack des Vilsbiburger Trainers. Seine Mannschaft legte ein 8:2 und 16:6 vor. Danach musste er allerdings mitansehen, wie Markkleeberg noch einmal alles in die Waagschale warf und sich Punkt für Punkt herankämpfte. „Sie haben alles riskiert“, beschreibt es der Argentinier. Und so kamen die Gäste bis auf 22:16 heran. Raben-Trainer Gallardo reagierte und brachte Jenni Liu und Alayna Crabtree für Pia Fernau und Annie Hatch. Die konnten dann entspannt am Spielfeldrand beobachten, wie das Rabenteam den dritten Satz ebenfalls mit 25:19 für sich entschied.
Auch wenn der Raben-Trainer immer wieder seine Mannschaft anspornen musste, war er letztlich zufrieden mit dem Erfolg. „Am Ende zählen nur die drei Punkte“. Spielführerin Pia Fernau meinte nach dem Spiel selbstkritisch, dass „wir schon einen anderen Anspruch an uns selbst haben“. Doch es spreche auch für die Mannschaft, dass sie sich nicht beirren ließ und einen erneuten 3:0-Sieg eingefahren hat.
Am kommenden Samstag müssen die Spielerinnen der Roten Raben reisen: Um 20 Uhr steht ein Gastspiel beim TV Waldgirmes auf dem Programm.
