(ra) Volles Haus und intensive Gespräche: Beim Bürgerabend der Liste SPD und Unabhängige Bürger im Bräuhaus Gossersdorf standen die Anliegen der Konzeller Bürger*innen im Mittelpunkt – sachlich, engagiert und ohne lange Reden.
So groß war das Interesse am Sonntagabend, dass Kraut und Zwirl zeitweise rationiert werden mussten. An Gesprächs- und Themenbeiträgen mangelte es hingegen nicht. Engagiert und zugleich sachlich diskutierten die Gäste darüber, was sie in der Gemeinde bewegt und welche Positionen die Kandidat*innen der gemeinsamen Liste dazu vertreten.
Gemeinderätin Nagels eröffnet den Abend
Gemeinderätin Nicola Nagels leitete den Abend ein. „Was uns alle auf dieser Liste verbindet, ist ein gemeinsames Ziel. Es geht uns um die Gemeinde Konzell – nicht um die Verwirklichung von Einzelinteressen“, betonte sie. Man stehe für einen respektvollen Umgang miteinander, bei dem alle Interessen gleichberechtigt gehört und ernst genommen würden. Trotz unterschiedlicher persönlicher Schwerpunkte sei man sich einig, für einen Politikwechsel in den kommenden sechs Jahren zu stehen.
Bewusst habe man auf lange Vorträge verzichtet, erklärte Nagels weiter. Stattdessen sei die Kandidatenliste kurz vorgestellt worden, um Raum für Gespräche zu schaffen. „Es ist uns sehr wichtig, eure Gedanken, eure Vorstellungen, aber auch eure Anliegen und Ärgernisse mitzunehmen“, sagte sie.
Themen aus der Bürgerschaft
Die Gäste nutzten diese Gelegenheit ausführlich. Kritisch angesprochen wurden unter anderem der geplante Abriss der Haid, eine aus Sicht der Bürger*innen verbesserungswürdige Friedhofspflege, der Neubau eines Feuerwehrhauses für Konzell sowie die Umsetzung von Maßnahmen der kommunalen Wärmeplanung.
Auch persönliche Beweggründe spielten eine Rolle. Die jüngste Kandidatin der Liste, Franziska Attenberger, wurde nach ihrer Motivation gefragt. Sie wolle sich aktiv an Entscheidungen beteiligen, die insbesondere Auswirkungen auf das Leben junger Generationen haben, erklärte sie. Besonders schätze sie den Zusammenhalt und die Offenheit innerhalb der gemeinsamen Liste.
Kreis- und Gemeinderat Fritz Fuchs führte als Bürgermeisterkandidat aus, dass ihm im Falle seiner Wahl die uneingeschränkte Einbeziehung des Gemeinderates besonders wichtig sei. Dessen Meinungen, Erfahrungen und Wissen sehe er als Grundlage tragfähiger Entscheidungen. Beschlüsse wolle er nicht vorgeben, sondern alle relevanten Fakten frühzeitig zur Verfügung stellen. Ebenso wolle er Anliegen aus der Bürgerschaft ernst nehmen, prüfen und – sofern möglich – unterstützen.
