(ra) Bis ins Jahr 1468 reicht die Geschichte eines Baudenkmals in der Landshuter Kirchgasse zurück, das am Sontag – am Tag des offenen Denkmals – besichtigt werden konnte. Das dreigeschossige Gebäude nahe der Martinskirche vereint Bauteile aus mehreren Jahrhunderten. Nun steht eine umfassende Sanierung bevor.

Die Besucher am Tag des offenen Denkmals vor dem ehemaligen Mesnerhaus, Kirchgasse 226: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (2. von rechts), Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger (4.von links), Architekt Filip Fichtl (5.von rechts), Bauherr Jens Brils (3.von rechts), die Bezirksräte Martina Hammerl und Markus Scheuermann (4. und 5. von links), Bezirksheimatpfleger Dr. Clemens Knobling (links), Veronika Keglmaier; Kulturreferat Bezirk NDB, Benedikt Schramm, Kulturreferent Stadt Landshut (2.von links), Josef Wiesmüller (Mitte) sowie Simon Schober und Markus Mandel, Holzbau Tectum (5. von links und rechts) – Foto: Bezirk Niederbayern/Sabine Bäter

Zu den Besonderheiten gehört eine Stütze aus einem bereits 1288 gefällten Baum. Erhalten sind außerdem eine barocke Flügeltür aus dem ehemaligen Franziskanerkloster, ein 1890 angebauter Erker und eine schmale Treppe, deren ursprünglicher Zweck nicht bekannt ist.

Das Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert. Unsachgemäße Umbauten und die langjährige Nutzung haben nach Angaben der beteiligten Fachleute teilweise auch die Statik beeinträchtigt.

Architekt Filip Fichtl plant nun die Sanierung. Aus den ehemals vier Wohnungen sollen mehrere kleinere Wohnungen mit zeitgemäßem Standard entstehen. Die entsprechenden Bauanträge laufen bereits.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich informierte sich bei einem Rundgang über das Projekt. Mit der erneuten Nutzung als Wohnraum könne die Geschichte des Gebäudes fortgeschrieben werden, erklärte er.