Polizeimeldungen

Zwei falsche Polizeibeamte erbeuten in Straubing bei Seniorin dreistelligen Geldbetrag

(pol) Und wieder haben falsche Polizeibeamte zugeschlagen und Beute gemacht. Zwei dieser Übeltäter erleichterten am Dienstagnachmittag in Straubing eine ältere Frau um einen dreistelligen Geldbetrag. Außerdem nahmen sie die Haus- und Wohnungsschlüssel mit. Womöglich die selben Täter versuchten am Vormittag in Regensburg ihr Glück.

in Straubing suchten sie eine Seniorin in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Von-Leistner-Straße auf. Die beiden zivil gekleideten Männer gaben sich als Polizeibeamte aus und täuschten vor, in einem zurückliegenden Einbruchsfall zu ermitteln. So erschlichen sie sich das Vertrauen der Wohnungsinhaberin, welche den beiden Zugang zu ihrer Wohnung gewährte. Dort entwendeten die Täter einen dreistelligen Bargeldbetrag und nahmen beim Verlassen der Wohnung Haus- und Wohnungsschlüssel mit.

Nachdem sich die Täter in unbekannte Richtung entfernt hatten, erzählte die geschädigte Seniorin einer Wohnungsnachbarin von dem Vorfall. Diese informierte dann die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen erbrachten keine weiteren Erkenntnisse zu den Tätern.

Die beiden männlichen Täter waren zivil gekleidet und können wie folgt beschrieben werden:

  • 1. Tatverdächtiger: männlich, ca. 170 cm groß, ca. 50 Jahre alt, korpulente Statur, sprach Hochdeutsch mit bayerischen Akzent, bekleidet mit einer dunklen Jacke
  • 2. Tatverdächtiger: männlich, ca. 160 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlank, bekleidet mit einer dunklen Jacke mit hellblau abgesetzten Schulterpartien

Die Ermittlungen wurden durch die Kriminalpolizei Straubing übernommen und dauern derzeit an. Zeugen, die Hinweise zu den beiden Tätern geben können, werden gebeten sich mit der Kriminalpolizei Straubing, T. 09421/868-0, in Verbindung zu setzen.

Am Dienstagvormittag suchte ein falscher Polizist eine  Seniorin in Regensburg auf. Auch dort wurde das Vertrauen der Frau durch angebliche Ermittlungen in einem Einbruchsfall erschlichen. Da die Seniorin den „falschen“ Polizeibeamten in ihrer Wohnung nicht aus den Augen ließ, entfernte sich der Mann schließlich wieder. Glücklicherweise wurde nichts entwendet. Der unbekannte Täter wurde als ca. 60 Jahre alt, 170 cm groß und schlank beschrieben. Der Mann soll mit fränkischem Dialekt gesprochen haben.

In diesem Zusammenhang warnt die Kriminalpolizei vor dem Auftreten falscher Polizeibeamter, die sich Zugang zu Wohnungen verschaffen möchten, und gibt folgende Verhaltenstipps:

  • Fragen Sie die Personen, die sich als Polizeibeamte ausgeben nach dem Namen und der Dienststelle. Lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen.
  • Sofern Sie Zweifel daran haben, dass es sich bei der Person um einen echten Polizeibeamten handelt, rufen Sie bei der genannten Polizeidienststelle an. Suchen Sie sich die Telefonnummer der Dienststelle immer selbst heraus.
  • Ziehen Sie nach Möglichkeit Personen ihres Vertrauens hinzu (Nachbarn, Verwandte oder Bekannte).
  • Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnung und rufen Sie unverzüglich über den Notruf „110“ die Polizei.
  • Erstatten Sie sofort Anzeige, wenn Sie Opfer solcher Täter geworden sind.

Bereits am 11. Juli hatten falsche Polizeibeamte in Teugn (Landkreis Kelheim) zugeschlagen. 

Im selben Zeitraum gibt es weitere vier vergleichbare Fälle im Raum Regensburg und Weiden.

Unklar ist, ob es sich immer um die selben Täter handelt.