(ra) Wie reagiert man richtig, wenn ein Mensch plötzlich bewusstlos zusammenbricht? Beim Aktionstag zur Wiederbelebung am Bezirksklinikum Mainkofen konnten Interessierte die entscheidenden Handgriffe selbst ausprobieren. Die Veranstaltung fand am Donnerstag im Rahmen der bundesweiten Woche der Wiederbelebung statt. Im Mittelpunkt standen Herzdruckmassage, Notruf und der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators.

Prof. Dr. Joachim Scheßl, Oberarzt der Intensivstation des Neurologischen Zentrums, und Mitarbeiterinnen der Pflegeschule erklärten zunächst die grundlegenden Maßnahmen. Anschließend konnten die Teilnehmer an Reanimationspuppen selbst üben.
Ziel war es vor allem, Unsicherheiten abzubauen. „Im Notfall kann jeder helfen. Entscheidend ist, dass man nicht abwartet, sondern handelt: Bewusstsein und Atmung überprüfen, den Notruf wählen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen“, erklärte Scheßl. Schon wenige Minuten ohne wirksame Wiederbelebung könnten entscheidend sein.
Auch der Defibrillator kam zum Einsatz
Vorgestellt wurde außerdem die Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators, kurz AED. Solche Geräte sind mittlerweile an zahlreichen öffentlich zugänglichen Orten zu finden und können im Ernstfall von Ersthelfern eingesetzt werden.
Wer bei einer Wiederbelebung unsicher ist, erhält zudem Unterstützung über den Notruf 112. Die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle können telefonisch konkrete Anweisungen geben und die Ersthelfer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes begleiten.
Der Aktionstag sollte damit vor allem eine Botschaft vermitteln: Wiederbelebung ist nicht allein Sache medizinischer Fachkräfte. Entscheidend ist, im Notfall überhaupt zu handeln.
