(ra) Wie kann es sich anfühlen, wenn alltägliche Handgriffe plötzlich nicht mehr gelingen und vertraute Situationen zur Herausforderung werden? Von Montag, 28. September bis Donnerstag, 1. Oktober lädt das Bezirksklinikum Mainkofen im Rahmen der „Woche der Demenz“ zu einer besonderen Ausstellung ein. Beim „Demenzsimulator“ können Besucher in 13 Alltagssituationen erfahren, mit welchen Schwierigkeiten Menschen mit einer Demenzerkrankung konfrontiert sein können.

Foto: hand-on dementia

Die Ausstellung befindet sich im Foyer der Gerontopsychiatrie in den Gebäuden C4/C5. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Während der Öffnungszeiten stehen jeweils zwei Fachkräfte der Gerontopsychiatrie für Informationen und Fragen zur Verfügung.

Der „Demenzsimulator“ führt die Besucher durch einen beispielhaften Tagesablauf. Dabei werden Situationen geschaffen, in denen eigentlich vertraute Tätigkeiten nicht wie gewohnt funktionieren. Die Teilnehmer stoßen an Grenzen, erleben Unsicherheit, Frustration oder das Gefühl, eine vermeintlich einfache Aufgabe nicht bewältigen zu können.

Damit soll nachvollziehbarer werden, weshalb Menschen mit Demenz mitunter starke Emotionen zeigen oder ihr Verhalten verändern. Gerade für Angehörige und Pflegende können solche Situationen im Alltag schwer einzuordnen sein. Die Ausstellung soll deshalb dazu beitragen, bestimmte Reaktionen besser zu verstehen und den Blick auf die Erkrankung zu verändern.