(tr) Mit Ferdinand Veit ist es ein wenig wie mit gutem Wein. Je älter er wird, desto besser wird er. Mit 81 Jahren ist bei dem Publikumsliebling noch lange nicht Schluss, und so wurde „Ferdi“ beim großen Volksfestrenntag am Montag auf der Straubinger Trabrennbahn von seiner stets großen Fangemeinde frenetisch gefeiert. Er krönte seine Laufbahn mit einem großen Erfolg, denn mit seinem Kador du Choquel holte er sich den Sieg im Hauptereignis des besucherstarken Renntags, dem Preis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.
Dazu gratulierte ihm Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, der wieder einmal Ehrengast auf der Straubinger Rennbahn war. Mit dabei waren auch Mitglieder des Landwirtschafsausschusses des Bayerischen Landtags und die lokale Polit-Prominenz.

Ein wenig war es für die Wetter am Montag wie am Glückshafen auf dem Gäubodenfest, das parallel in Straubing stattfindet. Denn auch das Losen auf dem zweitgrößten Volksfest in Bayern ist manchmal reine Glückssache. So ähnlich war das auch in einigen der fünf Tagesprüfungen – schnell wanderten etliche nicht von Erfolg gekrönte Wettscheine wie die Nieten in den Papierkorb. Dennoch war die V4 getroffen und zahlte satte 5.650:1 – der absolute Hauptgewinn an diesem Tag.
Dass es zu dieser Quote kam, dafür sorgten zahlreiche schwächelnde Favoriten. Der Einzige, der sich als Meistgewetteter durchsetzen konnte, war Wim Hazelaar. In einer passenden Partie steuerte Stefan Hiendlmeier den Schub-Schützling zum Sieg über Veyron Bros und Holger. Hiendlmeier schlug danach gleich noch einmal für eigene Farben zu und holte sich wertvolle Punkte in der Wertung zum Straubinger Amateurmeister. Mit See the Moon, vor zwei Jahren Derbyfünfter, beendete er die blitzsaubere Serie von Augustiner, der sich diesmal mit dem Ehrenrang begnügen musste. Magnum Stone gefiel auf Rang drei.

Schon im ersten Rennen begannen die Außenseiter-Festspiele. Top-Favorit Arctic Ocean kam nicht störungsfrei um den Kurs. So konnte Keygo Wood mit Marisa Bock das Ding von vorne nach Hause laufen. Mit Zara LR und Hot and Spicy S war der Rottaler Einlauf perfekt. Satte 39,6:1 gab es auf Sieg, die Dreierwette wurde in dieser Konstellation nicht getroffen.
Für den nächsten Dreierwett-Jackpot sorgte Georg Bachmeier in sensationeller Manier. Den sträflich unterschätzten Rozmarin brachte er in einer heiß umkämpften Endphase gegenüber dem ebenfalls stark endenden Gri Barack und der ebenfalls positiv überraschenden Außenseiterin It’s Me nach Hause. Der ehemalige Pfaffenhofener Bahnsprecher schoss an diesem Tag eindeutig den Quoten-Vogel ab: Für einen Euro Einsatz gab es 50,20 Euro zurück.

Geradezu „harmlos“ waren da die 14:1, die Ferdinand Veit seinem Anhang bescherte. Er zeigte erneut, dass Kador du Choquel sein absolutes Aushängeschild ist und wurde bei der Fahrt durchs Ziel bejubelt. Willibald Pangerl konnte Kikuyu TU auf den Ehrenplatz steuern, Favorit Negresco musste sich mit Rang drei begnügen. Crazy GaaGaa RL komplettierte die Viererwette, die 2158:1 bescherte.
Nächster Renntag ist am Donnerstag, 1. Oktober, ab 11 Uhr.
