(ra) Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Erhard Grundl aus Straubing übernimmt eine neue Aufgabe im Kulturbereich. Bei der Mitgliederversammlung des Paul-Klinger Künstlersozialwerks wurde er am Sonntag in München in den Vorstand des bundesweit tätigen Vereins gewählt. Das Künstler-Sozialwerk vertritt seit mehr als 50 Jahren die sozialen Interessen von Kunst- und Kulturschaffenden.

Neben Grundl wurden auch die Münchner Krimiautorin Katharina Lukas neu in das Gremium gewählt. Renate Hausdorf wurde als Vorsitzende bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Peder W. Strux, Vera Conrad und der Passauer Künstler Christian Zeitler.
Einsatz für Künstler*innen
Das Paul-Klinger Künstlersozialwerk zählt nach eigenen Angaben knapp 1.000 Mitglieder und unterstützt Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Literatur, Theater, Film und Bildende Kunst. Im Mittelpunkt stehen Beratung und Hilfe bei Fragen zur Künstlersozialkasse, zur Altersvorsorge, zu Versicherungen sowie zu rechtlichen und steuerlichen Themen.
Erhard Grundl betonte nach seiner Wahl die gesellschaftliche Bedeutung künstlerischer Arbeit: „Die Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern ist demokratierelevant und trotzdem fallen sie in vielen Bereichen durch das Raster unserer sozialen Absicherungen in Deutschland. Hier leistet der Verein wichtige Arbeit, die ich gerne unterstützen möchte.“
Mit einem Augenzwinkern verwies Grundl zudem auf die starke niederbayerische Vertretung im neuen Vorstand. Gemeinsam mit der gebürtigen Niederbayerin Katharina Lukas und dem Passauer Künstler Christian Zeitler sei Niederbayern nun der „geografische Hot Spot“ des Gremiums. „Wir präsentieren es natürlich trotzdem mit breiter Brust, denn Niederbayern hat nun einmal eine sehr vitale Kunstszene“, sagte Grundl.
