Straubing Tigers geben Torhüter-Quartett bekannt
(ra) Nachdem zuletzt die wichtige Trainerfrage gelöst werden konnte, vermelden die Verantwortlichen nun, wer in der Saison 2017/2018 das Tigers-Tor hüten wird: Vom Vizemeister Grizzlys Wolfsburg wechselt Sebastian Vogl an den Kinseherberg und bildet zusammen mit Dimitri Pätzold das etatmäßige Goalie-Duo.
Sebastian Vogl hat, als gebürtiger Landshuter, die Talentschmiede der Niederbayern durchlaufen und bereits im Alter von 17 Jahren in der ersten Mannschaft debütiert. Es folgte ein Wechsel zum ERC Ingolstadt. Dort konnte der Linksfänger wertvolle Erstliga-Erfahrungen sammeln und profitierte u. a. von der Trainingsarbeit mit dem ehemaligen NHL-Torhüter Jimmy Waite. Zwischen 2005 und 2009 ging Sebastian Vogl für verschiedenen Teams wie z. B. Bad Tölz oder Heilbronn auf das Eis, ehe im Frühjahr 2010 die Rückkehr nach Landshut erfolgte. Dort gelang ihm, als uneingeschränkte Nummer eins, mit dem Zweitliga-Titelgewinn 2012 der große Wurf. Dann war die Zeit reif für einen erneuten Anlauf in Richtung DEL und damit dem Wechsel nach Wolfsburg.
„Bei den Grizzlys hat man mir die Chance gegeben, ein vollwertiger Erstliga-Torhüter zu werden. Dafür bin ich den Verantwortlichen sehr dankbar. Nach fünf Jahren ist es nun an der Zeit für eine Luftveränderung. Offen gesprochen will ich auch wieder mehr spielen“, erklärt Sebastian Vogl im Rahmen seiner Verpflichtung. „Die Tigers haben sich in Person von Jason Dunham hartnäckig um mich bemüht. Das hat mich sehr gefreut, auch deshalb komme ich gerne nach Straubing“, beschreibt der Torsteher weiter. „Zudem war es mein Wunsch, wieder näher an Landshut dran zu sein – da ist der Gäuboden natürlich naheliegend. Des Weiteren sind die Tigers ein gewachsener DEL-Standort mit professionellen Strukturen. Hier arbeiten zu dürfen, ist eine tolle Chance für mich“, erörtert der Familienvater abschließend. Mit seinem Engagement in Straubing setzt Sebastian Vogl auch eine Familientradition fort, denn sowohl sein Vater Christian sowie sein Bruder Thomas waren bereits für den EHC aktiv.
Dimitri Pätzold geht im Sommer 2017 in seine zweite Spielzeit am Stück für die Tigers. Insgesamt handelt es sich um seine dritte Saison für die Gäubodenstädter, denn bereits 2010/2011 war der NHL-Draft von 2001 ein Tiger. Der 34-jährige hat in der abgelaufenen Saison mehrfach gezeigt, dass er jederzeit bereit ist und damit immer die Kohlen aus dem Feuer holen kann. Mittlerweile kann der Linksfänger auf über 400 DEL-Pflichtspiele (inkl. Playoffs) verweisen und kennt damit die Liga aus dem Effeff. Ein reichhaltiger Erfahrungsschatz aus NHL-, AHL-, sowie einigen Länderspieleinsätzen rundet das Profil von Dimtri Pätzold ab.
„Meine Familie und ich sind happy, dass wir in Straubing bleiben. Ich kenne Sebastian Vogl aus diversen Torhüter-Camps und wir verstehen uns gut. Wir haben schon über unsere Zusammenarbeit bei den Tigers gesprochen und sind beide absolut positiv“, blickt Dimitri Pätzold voraus. „Wenn ich dran bin, will ich dem Team eine Siegchance geben. Eine neue Saison bedeutet immer neues Glück und beinhaltet Herausforderungen für alle“, so Pätzold abschließend.
Das Torhüter Duo Vogl-Pätzold wird im Fall der Fälle von den beiden Förderlizenz-Inhabern Daniel Filimonow und Cody Brenner verstärkt. Die beiden kamen in Regensburg bzw. Deggendorf erstmals mit den Puck in Berührung und wurden kürzlich als Goalie-Gespann des Deggendorfer SC 2017/2018 benannt sowie mit einer Förderlizenz für die Tigers ausgestattet.
„Dass die Torhüterpositionen nun vergeben sind, ist ein wichtiger Schritt in der Kaderplanung. Sebastian Vogl ist mit 30 Jahren im idealen Torhüteralter und Dimitri Pätzold mit seiner Routine sehr wichtig. Sebastian Vogl stärkt, als echter Niederbayer, die Bindung des Umfeldes zu unserem Club. Spieler aus dem bayrischen Raum kommen einfach gut an und erhöhen die Identifikation. Dies beweisen auch die Beispiele Sandro Schönberger, Thomas Brandl, Max Renner und natürlich Stefan Loibl. Mit Sebastian Vogl und Dimitri Pätzold verfügen wir somit über ein starkes, deutsches Goalie-Duo. Das wiederum ermöglicht uns weiterhin eine flexible Kadergestaltung“, legt Jason Dunham, Sportlicher Leiter der Tigers, seine Gedankengänge offen.