Stofftiere in Not versorgt – Kindergarten Irlbach besichtigt Klinik Bogen
(ra) Stoffpandabären und -affen werden normalerweise nicht an der Klinik Bogen versorgt, erwiesen sich aber am Montagmorgen als geduldige Vorzeigepatienten bei der Krankenhausführung einer Gruppe des Irlbacher Kindergartens. Stellvertretende Verwaltungsleiterin Sabine Brieger zeigte den Kindern die Chirurgische Ambulanz, wo eine Verletzung des Stoffpandas genäht und verbunden wurde. Auch die Kinder selbst ließen sich tapfer zahlreiche imaginäre Verletzungen verbinden.
Nach einem Blick auf Station und in ein Patientenzimmer ging es weiter in die Endoskopieabteilung. Dr. Mathias Grohmann, Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie, stellte fest, dass die kleinen Besucher schon viel über den Weg der Nahrung durch den Körper wussten.
Kamerafahrt in den Magen
Wie der Arzt bei Verdauungsproblemen in den Körper hineinschauen kann, erklärte er bei der Vorführung einer Magenspiegelung an einem speziell präparierten Stoffaffen. Bei einer Kamerafahrt durch die Speiseröhre in den Affenmagen entdeckten die Kinder stark vergrößert über den HD-Monitor versehentliche verschluckte Gummibärchen, die Dr. Grohmann und Schwester Marianne Obermeier mit winzigen Instrumenten herausholten und verteilten.

Durchaus kritisch hinterfragten die Kinder, ob man so ein benutztes Endoskop denn noch einmal verwenden könne – angesichts des von Dr. Grohmann genannten Gerätewerts, der einem Neuwagen entspricht, eine berechtigte Frage. Daher erklärte Dr. Grohmann wie die Endoskope 42 Minuten lang in der vollautomatischen „Waschanlage“ gereinigt werden, bis kein Schmutz oder Bakterium mehr daran klebt.
Leuchtend saubere Hände
Nicht nur die medizinischen Geräte sondern auch die Hände, die sie bedienen, müssen hygienisch rein sein. Mitarbeiter, Patienten und Besucher können mit der Händedesinfektion dazu beitragen, dass Krankheitserreger eingedämmt werden. Dies erfuhren die Kinder von Hygienefachkraft Brigitte Stelzer. Sie zeigte Mikroskopaufnahmen von Keimen und unterschied Nützliche von Schädlichen. Manche sind nur in bestimmten Körperregionen, zum Beispiel im Darm, nützlich, in Wunden hingegen schädlich.
Zum Abschluss gab es ein praktisches Händehygienetraining. Eine Schwarzlichtlampe diente der Kontrolle, ob die Hände tatsächlich lückenlos mit Desinfektionsmittel benetzt wurden. Dabei lernten die Kinder, dass man besonders darauf achten muss, den Daumen und die Fingerzwischenräume nicht zu vergessen. Bei einer gemeinsamen Brotzeit im Speisesaal ging die Klinikführung zu Ende.