(ff) Über Abfallvermeidung und den Umgang mit Einwegprodukten hat die Kreistagsfraktion SPD/Die Linke bei einem Besuch des ZAW-SR am Mittwoch diskutiert. Geschäftsführer Gangolf Wasmeier und sein designierter Nachfolger Tobias Jakob informierten die Kreisräte über Wertstoffsammlung und Abfallentsorgung. Als besonders wichtig bezeichneten sie eine sorgfältige Mülltrennung.

Kreisrätin Jennifer Gruber kritisierte vor allem den hohen Verbrauch von Kunststoffverpackungen und anderen Einwegprodukten. Einweg-Pappbecher bezeichnete sie als „Sünde an der Natur“. Nachfolgenden Generationen dürften durch einen hohen Ressourcenverbrauch nicht die Grundlagen für ein gutes Leben entzogen werden, argumentierte sie.

Wasmeier verwies darauf, dass der Zweckverband als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger nur begrenzt Einfluss darauf habe, wie viel Abfall überhaupt entstehe. Bei Pappbechern wäre aus seiner Sicht letztlich nur ein Verbot zielführend. Auch bei anderen Einwegprodukten müsse über deren Sinn diskutiert werden.

Rund 130 Beschäftigte beim ZAW-SR

Der Zweckverband ist seit 1976 für die Abfallwirtschaft in Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen zuständig. Rund 130 Beschäftigte arbeiten derzeit für den ZAW-SR. Zum System gehören unter anderem Müllabfuhr, Wertstoffhöfe, Entsorgungszentrum sowie das Kompostwerk.

Nach Angaben der Fraktion wurde bei dem Besuch auch der langfristige Anstieg der Abfallmengen thematisiert. Der ZAW-SR setzt bei der Abfallvermeidung unter anderem auf Information sowie Reparatur-, Weiterverwendungs- und Mehrwegangebote.