(ra) Eine Reise in das Landshut lange vor Prachtbauten und Fürstenresidenz ermöglicht der Verein ZUKUNFT Landshut bei einem besonderen Stadtrundgang: Am Sonntag, 23. November führt der Archäologe Dr. Thomas Richter Interessierte in die Zeit des 14. Jahrhunderts zurück. Treffpunkt ist um 15 Uhr das Denkmal Ludwigs des Reichen am Dreifaltigkeitsplatz.

Thomas Richter auf der Ausgrabung einer altsteinzeitlichen Fundstelle bei München – Foto: M. Guckenbiehl

Wenn alle vier Jahre der Festzug der Landshuter Hochzeit durch die Altstadt zieht, bewegt er sich vor der Kulisse einer Residenzstadt, wie sie die reichen Landshuter Herzöge seit Beginn des 15. Jahrhunderts als planvolle gotische Stadt angelegt haben. Genau hier setzt der Rundgang an: Wie sah Landshut aus, bevor die Herrscher von Bayern-Landshut der Stadt ihren Stempel aufdrückten?

Dr. Richter nimmt die Teilnehmenden mit auf eine gedankliche Zeitreise ins Jahr 1340. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was sahen die Bürger*innen damals, wenn sie auf den Turm der Martinskirche blickten? Und welches Bild bot sich Reisenden, die von München kommend die Stadt betraten?

Der Rundgang dauert etwa neunzig Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind eingeladen, Landshut aus einer Perspektive zu entdecken, die weit vor der bekannten Kulisse der Landshuter Hochzeit beginnt.

Von red_ra24