Seliger Gemeinde bleibt weitgehend unter selbiger Führung
(rp) Die Regionalgruppe Niederbayern-Oberpfalz der Seliger Gemeinde bleibt weitgehend unter der gleichen Führung wie bisher. Am Freitag wurde bei der Mitgliederversammlung im Landshuter Hof in Straubing unter anderem Rita Hagl-Kehl als Vorsitzende bestätigt. Die Regionalgruppe wurde vor zwei Jahren gegründet. Am Freitag mit dabei unter anderem der Landesvorsitzende Bruno Andreas Dengel.
Dengel erläuterte das Zusammenspiel zwischen Flucht, Vertreibung, Ankommen in der neuen Heimat und gelungener Integration, wofür die sudetendeutschen Sozialdemokraten ein glaubhaftes Beispiel abgeben können. Dengel verwies in diesem Zusammenhang auf die Menschenrechte und das Recht auf Asyl im Grundgesetz. „Diese Werte dürfen nicht infrage gestellt werden. Neben Italien, hat vor allem Deutschland aufgrund der Erfahrungen in seiner Geschichte ein modernes Asylrecht, dass jederzeit mit den europäischen Regelungen in Einklang gebracht werden kann“, so Dengel.
Frantisek Rečák aus Pilsen/CZ – ebenfalls Mitglied der Regionalgruppe – berichtete über die aktuelle politische Lage in Tschechien. Aktuell laufe dort ein Mistrauensvotum gegen Ministerpräsidenten Babiš. Die in der Koalition mitregierende ČSSD sei zweigespalten und tendiere auch dazu, die Koalition zu verlassen, weil sie befürchte, weiter Schaden zu nehmen und unter die fünf Prozeht zu fallen. Derweil mache sie aber wichtige soziale Politik (Erhöhung des Mindestlohns….) in der Regierung Babiš. Rečák regte an, auch auf politischer ebene ein Netzwerk über die Grenze hinweg zu knüpfen und wolle dies persönlich unterstützen.
Den Rechenschaftsbericht der Vorstandschaft gab Schriftführer Rainer Pasta ab. Unter anderem berichtete er davon, dass die Vernetzung der Seliger Gemeinde mit der regionalen SPD ebenso vorangetrieben worden sei, wie die Teilnahme an den Veranstaltungen des Landes- und Bundesvorstandes. Das 2017 ins Leben gerufene Projekt „Spurensuche“ sei auf einem guten Weg. Ende März 2019 werde die Regionalgruppe die Spuren der DSAP in Vimperg/Winterberg/CZ vor Ort erforschen.
Von den anwesenden Wahlberechtigten einstimmig gewählt wurde als Vorsitzende erneut Rita Hagl-Kehl, MdB aus Deggendorf. Als stellvertretender Vorsitzender wurde neu gewählt Manfred Herbinger aus Thurmannsbang. Bestätigt wurden Kassiererin Karin Hagendorn aus Hohenthann und Schriftführer Rainer Pasta aus Geiselhöring. Als Revisoren wurden Irene Ilgmeier aus Straubing und Christian Enders aus Lappersdorf erneut bestätigt. Beisitzer sind für die kommenden zwei Jahre wieder Bettina Blöhm, Thurmannsbang und Dr. Bastian Vergnon, Regensburg, sowie neu dazugekommen Joachim Mosler, Schierling und Frantisek Rečak, Pilsen/CZ.
Landesvorsitzender Andreas Bruno Dengel brachte auch die neuen Thesen der Seliger Gemeinde zur Sprache: Die Erschließung neuer Zielgruppen und Themen, und somit die Sicherung der Zukunft der Seliger Gemeinde, sei die Kernaussage des neuen Papiers. Dengel wörtlich: „Wir stehen für die gemeinsame Vision eines progressiven, sozialen Europas unter Achtung aller kultureller Unterschiede. Wir kämpfen für ein Europa mit gleichen Chancen und sozialen Frieden. Wir wollen ein Europa ohne Diskriminierung, in dem Pluralismus, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichstellung von Frauen und Männern gelebt werden“.