Rennverein startet an Heilig-Drei-König bayerisch-französisch in die 145. Saison
(ra) Beim Straubinger Trabrennverein findet an diesem Samstag ab 11 Uhr das Saisonfinale 2017 statt – wenige Tage nach dem Jahreswechsel starten die Straubinger Traber gleich in ihre 145. Rennsaison. Er kann dabei wieder auf eine enge Kooperation mit dem französischen Wettanbieter PMU und der deutschen Vertriebsgesellschaft GermanTote setzen.
Zwölf der insgesamt 13 Renntage werden nach Frankreich übertragen und die deutschen Wettkunden können auch wieder in den gemeinsamen deutsch-französischen Totalisator ihre Wetten tätigen. Auch für Besitzer und Aktive gibt es gute Nachrichten: Insgesamt werden allein in den PMU-Rennen im neuen Jahr rund 300.000 Euro an Rennpreise und Züchterprämien ausgeschüttet.

„Was sich im ablaufenden Jahr als Überlebensgarantie für den Straubinger Rennverein abgezeichnet hat, wird im Jahr 2018 noch vertieft“, freut sich Straubings Rennvereinsvorsitzender Josef Schachtner nach Abschluss sämtlicher Verhandlungen und Gespräche. „Wir können an allen PMU-Renntagen den beliebten deutsch-französischen Totalisator anbieten, was von unseren Wettkunden sensationell honoriert wird.“ Zusätzlich werden weiterhin am deutschen Wettmarkt exklusiv die Dreier-, Vierer-, V2- und V5-Wetten angeboten. „Bei uns kommt der Wettkunde auf seine Kosten und profitiert von der internationalen Zusammenarbeit unseres Rennvereins.“
Zwölf der insgesamt 13 Renntage in der 145. Straubinger Rennsaison finden in Zusammenarbeit mit dem französischen Wettanbieter PMU statt. Davon werden vier Samstagsrenntage im Januar und Februar in Straubing gelaufen, um für die bayerischen Aktiven die Winterpause in München-Daglfing zu überbrücken. Zusätzlich findet auch im Rahmen des Gäubodenvolksfestes wieder ein PMU-Mittagsrenntag statt und auch das Saisonfinale am dritten Dezember-Samstag wird nach Frankreich übertragen. Sechs Renntage finden an Werktagen statt und der einzige Nicht-PMU-Termin ist ein Sonntagsrenntag im November.
Zugleich werden im kommenden Jahr auch die Aktiven und Besitzer noch wesentlich stärker von der Zusammenarbeit des Straubinger Rennvereins mit den französischen Partnern profitieren. „Je Renntag werden in den PMU-Rennen 22.500 Euro an Rennpreisen ausgeschüttet, gestaffelt zwischen mindestens 3500 und bis zu 6000 Euro. Hinzu kommen noch einmal zehn Prozent als Züchterprämie.“ Insgesamt werden in den 60 PMU-Rennen in Straubing rund 300.000 Euro an Rennpreisen und Züchterprämien ausgeschüttet. Zusätzlich kommen noch die weiteren Nicht-PMU-Rennen dazu. Und bei den 40 PMU-Rennen in Daglfing werden noch einmal rund 200.000 Euro ausgeschüttet. Insgesamt stehen allein auf den beiden bayerischen Trabrennbahnen über eine halbe Million Euro an Rennpreisen und Züchterprämien zur Verfügung.
„Langsam geht auch die Saat auf, die mit den PMU-Rennen gesät wurde, denn stetig kehren ehemalige Besitzer und Aktive wieder in den Rennsport zurück“, beobachtet Schachtner. Dennoch gibt es beim Startpferdepotenzial noch lange keine Entwarnung. „Wir Rennvereine können nur die Renntage und die Rennpreise nach Bayern holen. Unsere Aktiven und Besitzer müssen ihrerseits die Chance nutzen und ihre Pferde in diesen Rennen starten.“
Ein stärkerer Fokus bei der Ausschreibung der Rennen soll auf Wunsch des Hauptverbandes auf Rennen für französisch gezogene Pferde und auch für fünf- bis siebenjährige Pferde gelegt werden. „Wir werden versuchen, diese Bitte in unseren Planungen ebenso zu berücksichtigen wie den Wunsch von Aktivenseite, je ein PMU-Rennen als Amateurfahren stattfinden zu lassen“, sagt Josef Schachtner. „Aber das ist alles davon abhängig, welcher Pferdebestand uns zur Verfügung steht.“ Beibehalten wird in Straubing auch die Regelung, dass jedes Startpferd, unabhängig von der Platzierung, eine Antrittsprämie bekommt. „Wir brauchen im Idealfall mindestens zehn Startpferde je Rennen, um in Frankreich alle Wettarten anbieten zu können und entsprechenden Umsatz zu generieren. Und wer uns hier unterstützt, bekommt auch wieder etwas zurück.“
Bevor in die neue Saison 2018 gestartet wird, findet am kommenden Samstag der letzte Renntag des Jahres in Straubing statt. Um 11 Uhr werden wieder fünf Rennen nach Frankreich übertragen, sozusagen als Vorprogramm zur Paraderennbahn Paris-Vincennes. Zusätzlich werden zwei weitere Rennen angeboten. An diesem Renntag entscheiden sich auch die letzten Titelkämpfe um die Bahnchampionate. Zum Auftakt des neuen Rennjahres werden am 6. Januar dann die erfolgreichsten Aktiven des Jahres 2017 geehrt und ausgezeichnet. Außerdem gibt es zum Jahresauftakt einen Jackpot in der V5-Wette.