(ak) Neun Tore, ein Viererpack und eine beeindruckende Aufholjagd: Der FSV VfB Straubing hat zum Auftakt der Sommervorbereitung ein wahres Spektakel geboten. Gegen den TSV Abensberg drehte die neuformierte Mannschaft einen Drei-Tore-Rückstand und gewann am Ende mit 5:4.

Bei tropischen Temperaturen erwischten die Gäste den deutlich besseren Start. Während der TSV Abensberg als eingespieltes Team auftrat, war dem FSV VfB anzumerken, dass zahlreiche Spieler urlaubsbedingt fehlten und sich die Mannschaft erst an das neue Spielsystem gewöhnen muss.

Die Gäste nutzten die Unsicherheiten der Straubinger konsequent aus. Aaron Aunkofer brachte Abensberg in Führung, ehe Adrian Nagel und Albnor Spahija innerhalb der ersten halben Stunde auf 3:0 erhöhten. Die Hausherren leisteten sich dabei zahlreiche individuelle Fehler und fanden lange Zeit kaum Zugriff auf die Partie.

Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang dem FSV VfB die Wende zumindest anzudeuten. Neuzugang Imran Krasniqi verkürzte vor dem Pausenpfiff auf 1:3.

Nach dem Seitenwechsel reagierte Trainer Michael Kettl mit einer Systemumstellung und brachte drei frische Kräfte. Zwar erhöhte Aaron Aunkofer unmittelbar nach Wiederbeginn auf 4:1 für Abensberg, doch anschließend gehörte die Partie fast ausschließlich den Straubingern.

Zum Mann des Abends avancierte Florian Folger. Der Offensivspieler drehte innerhalb von rund 30 Minuten mit vier Treffern nahezu im Alleingang die Begegnung und verwandelte den 1:4-Rückstand in eine 5:4-Führung. Die Gäste fanden darauf keine Antwort mehr.

In der Schlussphase hätte der FSV VfB das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können, ließ jedoch zwei Großchancen ungenutzt. Am verdienten Heimsieg änderte das nichts mehr.

Trainer Michael Kettl zeigte sich nach der Partie vor allem mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden. In der ersten Halbzeit habe sein Team die Vorgaben nicht umgesetzt und zu viele Fehler gemacht. Nach der Umstellung sei es jedoch gelungen, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Besonders die Moral und die Leistungssteigerung nach der Pause wertete er als positives Signal zum Auftakt der Vorbereitung.

Die nächste Bewährungsprobe wartet bereits am Donnerstag. Dann empfängt der FSV VfB Straubing um 19.30 Uhr im Stadion Süd den Landesligisten TSV Tegernheim zum zweiten Testspiel.