(ra) Bei zwei verendeten Feldhasen aus dem südlichen Straubinger Stadtgebiet ist das Myxovirus nachgewiesen worden. Nachdem die an Hasen angepasste Variante des Virus bereits bei mehreren Tieren im Landkreis Straubing-Bogen festgestellt worden war, gibt es damit nun auch bestätigte Fälle innerhalb der Stadt. Die Stadt Straubing empfiehlt Haltern von Hauskaninchen deshalb, ihre Tiere impfen zu lassen.
Eine Myxomatose kann bei Hauskaninchen schwere Krankheitsverläufe verursachen und tödlich enden. Eine Impfung bietet nach Angaben der Stadt einen guten Schutz vor schweren Verläufen. Für Menschen und andere Tierarten gilt das Virus nach aktuellem Kenntnisstand als ungefährlich.
Zu den möglichen Anzeichen einer Erkrankung gehören Schwellungen insbesondere an Augen, Ohren und im Genitalbereich. Auch verklebte Augen, Teilnahmslosigkeit und Atemprobleme können auftreten.
Auffällige Feldhasen nicht anfassen
Wer einen verendeten oder auffällig schwachen beziehungsweise apathischen Feldhasen entdeckt, sollte das Tier nicht berühren. Die Stadt bittet darum, solche Funde mit möglichst genauer Angabe des Fundortes dem zuständigen Jagdpächter oder dem städtischen Amt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärwesen zu melden.
Das Veterinäramt ist unter Telefon 09421/944-62210 oder per E-Mail an veterinaeramt@straubing.de erreichbar. Die Meldungen sollen helfen, die weitere Entwicklung in Straubing zu beobachten.
Das Myxovirus ist ein Virus, das die Myxomatose verursacht – eine ansteckende Erkrankung bei Kaninchen und Hasen. Sie kann schwer oder tödlich verlaufen; für Menschen ist das Virus ungefährlich.
