(ra). Die Anforderungen an bayerische Schulen haben sich in jüngerer Vergangenheit fundamental verändert, so dass klassische Frontalstrukturen an ihre Grenzen stoßen. Stattdessen rückt der Raum als „dritter Pädagoge“ ins Zentrum der Überlegungen: Wie beeinflusst die physische Umgebung den Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen?

Zeitgemäße Lernwelten sind die Basis einer durchdachten Schuleinrichtung, die weit über klassische Möbel wie Tisch, Stuhl und Tafel hinausgeht: Sie ist das Fundament für zeitgemäßes Lernen, in dem neben der Konzentration auch Flexibilität und Kooperation eine immer wichtigere Rolle spielen. Eine wachsende Zahl an ostbayrischen Schulen zeigt bereits, wie zukunftsfähiges Lernen aussehen kann.
Schuleinrichtung im Wandel: Was sich in Bayerns Klassenzimmern verändert hat
Wer heute eine bayerische Schule betritt, merkt schnell: Die Zeit der starren, in Reih und Glied ausgerichteten Holztische ist vorbei. Jahrelang war der Frontalunterricht das Maß aller Dinge, doch dieser Ansatz hat sich nicht nur aufgrund neuer Lerninhalte längst überholt. Moderne Pädagogik lebt vom Miteinander, vom Ausprobieren und von flexiblen Gruppenarbeiten.
Eine neu gedachte Raumaufteilung ist dabei die Grundvoraussetzung: Die Klassenzimmer zwischen Donau und Inn werden immer dynamischer, sodass sie sich dank flexibler Möbel innerhalb weniger Minuten von einem Ort für einen Vortrag in eine lebendige Projektwerkstatt verwandeln lassen. Und all das ist keineswegs überflüssiger Schnickschnack, sondern bringt messbare Erfolge.
Clevere Möbel lassen die Trennlinie zwischen Klassenzimmer und Coworking-Space verblassen
Was für Coworker funktioniert, ist auch für Schülerinnen und Schüler sinnvoll: Um bestmöglich arbeiten oder eben lernen zu können, müssen Lernwelten flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse anpassbar sein. Wie das geht, zeigt beispielsweise das Raumkonzept „Klassenraum Plus“, das flexible Arbeitsbereiche samt digitaler Technik direkt an das typische Klassenzimmer angliedert.
In offenen Cluster-Konzepten für multifunktionale Lerninseln haben die harten, altbekannten Holzstühle natürlich keinen Platz. Stattdessen findet man hier ergonomische, leicht verschiebbare Möbel, die Teamarbeit fördern und Rückzugsorte für das differenzierte Lernen bieten.
Als besonders clever erweisen sich Gruppentische, die sich blitzschnell für Einzel- oder Teamarbeiten neu anordnen lassen. Dass Hersteller wie Eromesmarko bei der Produktion der Schuleinrichtung obendrein auf klima- und umweltgerechte Verfahren achten, kommt einem zukunftsfähigen Unterricht natürlich zusätzlich entgegen.
Vorreiter in Ostbayern: In diesen Bildungseinrichtungen hat die Zukunft bereits begonnen
Neue Lernkonzepte sind nicht an bestimmte Altersklassen gebunden, wenngleich sie natürlich an die jeweilige Schulform angepasst werden müssen. In der Grundschule Auerbach etwa gehören nicht nur flexible, barrierefreie Klassenräume zum Standard: Auch die Mittagsbetreuung und der Musikunterricht finden in modern ausgestatteten, einladend hellen Räumlichkeiten statt.
Ein weiteres starkes Beispiel in Niederbayern liefert die Realschule Dingolfing. In der dortigen offenen Ganztagsschule greifen Unterricht, gemeinsame Mahlzeiten und Freizeitgestaltung dank entsprechender Möblierung nahtlos ineinander.
Gesunde Hochschule Deggendorf
Und die TH Deggendorf widmet sich unter dem Motto „THD-Vital“ sogar mit einem eigens ausgearbeiteten Programm dem Thema der gesunden Hochschule. Hier wird wissenschaftlich untermauert, wie gesundheitsfördernde Umgebungen, ergonomisches Mobiliar und Bewegungsimpulse die Leistungsfähigkeit junger Erwachsener massiv stärken. Und die meisten Erkenntnisse lassen sich natürlich 1:1 auf Schulkinder übertragen.
Diese regionalen Beispiele machen es also deutlich: Moderne Pädagogik braucht flexible Räume. Investitionen in ergonomische und nachhaltige Möbel für Bildungseinrichtungen sind kein Luxus, sondern die Basis für gesunden Lernerfolg.
