(ra) Seit mehr als einem Jahrzehnt setzt sich die Kinderlobby Straubing-Bogen für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Bei einem Besuch am Dienstag im Landratsamt stellte der Verein nun seine Arbeit dem neuen Landrat Tobias Beck vor und warb für eine enge Zusammenarbeit zugunsten von Familien in schwierigen Lebenslagen.

Vereinsgründer und Vorsitzender Robert Fischer kam gemeinsam mit Schriftführerin Uschi Ach sowie Beisitzer Matthias Geitz zum Kennenlerngespräch. Ziel des Treffens war es, dem neuen Landrat die Arbeit des Vereins näherzubringen und über aktuelle Herausforderungen zu informieren.
„Auch in einem vermeintlich wohlhabenden Landkreis gibt es viele Kinder und Jugendliche, die Unterstützung benötigen“, betonte Fischer. Der Landrat könne durch seine Kontakte zu zahlreichen Institutionen wichtige Impulse geben und die Netzwerkarbeit des Vereins unterstützen.
Die Kinderlobby Straubing-Bogen wurde 2013 gegründet und zählt inzwischen 106 Mitglieder. Nach Angaben des Vereins konnten seitdem mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche mit einer Unterstützungssumme im mittleren sechsstelligen Eurobereich gefördert werden.
Die Hilfe erfolgt über ein Netzwerk von Patinnen und Paten. Dadurch könne schnell und unbürokratisch geholfen werden, erklärte Matthias Geitz. Da sämtliche Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig seien, flössen die Spendengelder vollständig in die Unterstützung der betroffenen Kinder und Jugendlichen.
Anhand verschiedener Projekte stellte Uschi Ach die Arbeit des Vereins im Landkreis vor. Dabei ging sie insbesondere auf die Zusammenarbeit mit Schulen, dem Schulamt und der Jugendsozialarbeit an Schulen ein.
Landrat Tobias Beck zeigte sich dankbar für die Einblicke in die Vereinsarbeit. Die Kinderlobby sei ihm bereits bekannt gewesen, sagte Beck. Das Gespräch habe jedoch verdeutlicht, wie wichtig das Engagement des Vereins für die Region sei. Man sei sich einig, dass die Arbeit der Kinderlobby auch künftig gebraucht werde.
