Kindergarten An- und Umbau: Wohin mit den Kindern?
(ra) Trotz der diesmaligen „Sommersitzung“ hatte sich der Konzeller Gemeinderat bei seinen Beratungen in der Sitzung am Mittwoch mit zahlreichen Themen zu befassen. Umfassenster Punkt war die Diskussion mit Beschlüssen zu einer Fahrsitzung, bei der unterschiedliche Bürgeranliegen vor Ort in Augenschein genommen worden waren.
Zur Errichtung eines Gehweges in der Sankt Martin-Straße kam das Gremium überein, dieses Vorhaben in der Haushaltsplanung zu belassen. Verworfen wurde das Anliegen eines zusätzlichen Verkehrsspiegels bei der „Kletteinfahrt“. Dieser würde nur eine neue Fehlerquelle und damit zusätzliche Gefährdung schaffen. Zu den Randsteinen beim Pfarrhof soll nochmals bei einer Fachfirma nachgefragt werden, wieweit eine Abschrägung möglich ist. Das weitere Vorgehen zur Attraktivitätssteigerung der gemeindlichen Spielplätze in den Ortsteilen wird im Ortsentwicklungsausschuss vorberaten. Vorab sollen schon Fußballtore angeschafft werden. Dieser Wunsch wurde bereits mehrmals von Schülern an Bürgermeister Fritz Fuchs herangetragen.

Kindergarten: Wohin mit den Kindern während des An- und Umbaus
Umfassend beriet der Gemeinderat die Frage der Auslagerung des Kindergartens während der An- und Umbauzeit im kommenden Jahr. Der Vorsitzende hatte dazu das Bürgerbildungszentrum als am geeignetsten ins Gespräch gebracht. Weil zahlreiche getrennte Räume zur Verfügung stehen, käme das der qualifizierten Unterbringung der Kinder in zwei Gruppen und der Krippe sehr entgegen. Auch die weitere Infrastruktur sei weitgehend vorhanden. Wie Fuchs weiter begründete, seien damit zwar Einschränkungen für die untergebrachten Vereine verbunden.
Dies sei aus seiner Sicht für eine Übergangszeit aber zumutbar und organisatorisch zu bewältigen. Die Geeignetheit der Räumlichkeiten durch das Landratsamt müsse nach einer Besichtigung noch bestätigt werden. Im Anschluss soll dann in einer Gesprächsrunde mit den Vereinen, der Kindergartenleiterin und der Verwaltung die konkrete Belegung besprochen und festgelegt werden. Nachfragen zu einer eventuellen Förderschädlichkeit, der Wiederinstandsetzung der Räumlichkeiten nach der Nutzung des Kindergarten und der Vorplatzgestaltung wurden beantwortet. Bei einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat dafür aus, das Bürgerbildungszentrum als Auslagerungsort für den Kindergarten zu favorisieren.
Punzendorf erhält Verkehrsspiegel
Auf einstimmigen Beschluss sprach sich das Gremium für den Kauf eines Verkehrsspiegels aus. Nach der Besichtigung auf Antrag eines Anliegers aus Punzendorf hatten die Fachbehörden das Aufstellen eines Verkehrsspiegels an der unübersichtlichen und gefährlichen Ausfahrt in die Staatsstraße befürwortet. Der Anlieger hat den vorgegebenen Eigenanteil zu übernehmen. Vor der Festmontage wird der Spiegel an der Einfahrt bei der Schwarzerkapelle auf die Verbesserung der dortigen Verkehrssituation getestet.
Ebenso stellte sich der Gemeinderat hinter die Forderung eines Antragstellers, den Zebrastreifen bei der Tankstelle in Konzell durch eine bedarfsgeschaltete Fußgängerampel zu ersetzen. Das Anliegen war durch einen nur knapp verhinderten Unfall ausgelöst worden. Die Ortseinsicht durch die Fachbehörden hatte mehrheitlich die Ampel als sinnvoll ergeben, wobei das Straßenbauamt dafür zuständig ist. Eine durch den Bürgermeister veranlasste Verkehrszählung durch den Bauhof hatte mehr als die geforderten Verkehrsteilnehmer ergeben. Auf Gemeinderatsbeschluss wird ein entsprechender Antrag an das Straßenbauamt gestellt.
Breitbandausbau in Ortsteilen startet Mitte August
Erfreuliche Nachricht gab es zum Thema Breitbauausbau für die Ortsteile Denkzell, Gossersdorf, Kasparzell, Reiben, Streifenau und Auggenbach mit hinterliegenden Anwesen. Demnach wird am 16. August die Baustelleneinrichtung erfolgen. Den Zuschlag des Netzbetreibers Deutschen Telekom sei an eine regional ansässige Firma erfolgt, zeigte sich Bürgermeister Fritz Fuchs zufrieden. Damit sei der Anschaltetermin zum Jahreswechsel oder kurz danach als realistisch zu bewerten.
Zum weiteren Ausbau mit schnellem Internet über das Bundesförderprogramm müssten durch das Landratsamt noch juristische Fragen geklärt werden. Alternativ seien später aber auch durch Restmittel aus der Landesförderung noch weiße Flecken erschließbar. Abschließend berichtete Geschäftsleiterin Sonja Haller über die Kosten für das Baugebiet Haid II, welche im vorgesehenen Rahmen geblieben seien.