(ra) Sechs Mitglieder der Gruppe 60plus aus Sallach haben am Mittwochmorgen eine Spende in Höhe von 750 Euro zugunsten des Palliativmedizinischen Dienstes der Klinik Mallersdorf (Landkreis Straubing-Bogen) überreicht. Die Spende stammt aus den Erlösen des diesjährigen Palmbüschelverkaufs, berichtete Anne Strasser, die Vorsitzende der Gruppe.

Seitens der Klinik Mallersdorf bedankten sich hierfür Verwaltungsleiter Bernhard Fürst, Dr. med. Jürgen Ippenberger als Leitender Palliativmediziner und Leitender Oberarzt der Inneren Medizin, die Pflegekräfte des Palliativmedizinischen Dienstes Barbara Karl und Christian Weindler sowie die Klinikseelsorgerin Schwester M. Johanna Haugeneder.
Bei einer kleinen Gesprächsrunde in der Cafeteria tauschten sich die Spenderinnen und Klinikvertreter über ihre jeweilige Arbeit aus. Fragen zur palliativmedizinischen Versorgung beantwortete Dr. Ippenberger und hob hierbei die Bedeutung der Teamarbeit hervor: „Ohne diese ginge gar nichts, weil wir als kleinere Klinik die Palliativversorgung parallel zum internistischen Stationsbetrieb stemmen.“
Spezialisierte Fachkräfte aus den Bereichen Palliativmedizin, Palliativpflege, Physiotherapie, Psychologie, Seelsorge, Soziale Arbeit und Sozialdienst nehmen sich nicht nur der Patienten, deren Versorgung und Symptomlinderung an. Auch die Angehörigen mit ihren Sorgen und Nöten werden mit einbezogen. „Diese leiden manchmal psychisch noch mehr als die Patienten selbst“, stellte Dr. Ippenberger fest. Wichtig sei es, den Palliativmedizinischen Dienst frühzeitig einzubeziehen, um für Menschen mit schwerer, unheilbarer Krankheit Lebensqualität bestmöglich zu bewahren und ihnen möglichst viel Zeit in ihrem gewohnten Umfeld zu ermöglichen.
Die Palliativmedizin setze im Idealfall früh an und begleitet Menschen auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Drei wohnlich gestaltete Einzelzimmer und ein Multifunktionsraum für Besprechungen stehen in einem ruhig gelegenen Stationsbereich für die stationäre Versorgung von Palliativpatienten zur Verfügung. Zusätzlich können nach Bedarf auch Patienten in anderen Bereichen palliativ versorgt werden.
Verwaltungsleiter Fürst dankte ebenfalls für die Zuwendung aus der Umgebung, die sinnvoll angelegt werde. Er gab einen Einblick in die Besonderheiten der Arbeit als ländlich gelegene Klinik und aktuelle Herausforderungen durch die Krankenhausreform, gesamtwirtschaftliche Situation und Digitalisierung.
Die engagierte Seniorengruppe unterstützt regelmäßig soziale Einrichtungen in der Region, um zu verhindern, dass „am Menschen gespart wird“, schilderte Anne Strasser die gemeinsame Motivation. „Wir wollten, dass die Spende direkt und ohne Abzug von Verwaltungskosten hier in unserer Nähe ankommt – bei Menschen, die sie brauchen“. Daraus sei eine schöne Gemeinschaft entstanden ist, die zusammenhilft, bei der jeder einbringt, was er am besten kann, und der auch für weitere wohltätige Aktionen die Ideen nicht ausgehen werden.
