(ak) Mit einem Sieg und einer Niederlage hat der FSV VfB Straubing das letzte Testspielwochenende vor dem Saisonstart abgeschlossen. Einer kämpferischen Leistung beim 2:1-Erfolg gegen die DJK SB Straubing folgte tags darauf eine 2:4-Derbyniederlage gegen den SV Türk Gücü Straubing. Trainer Max Hupfloher zog dennoch ein differenziertes Fazit und sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg.
Später Sieg nach gehaltenem Elfmeter
Rund 115 Zuschauer verfolgten am Freitagabend ein intensives Testspiel gegen die DJK SB Straubing. Der FSV VfB trat dabei überwiegend mit seinen jungen Kaderspielern an. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, sodass klare Torchancen zunächst selten blieben.
Nach 17 Minuten brachte Lukas Groß seinen Mitspieler Bartosz Przybyl mit einem präzisen Pass in Szene. Der Offensivspieler blieb vor dem Tor ruhig und erzielte die 1:0-Führung. Direkt nach dem Seitenwechsel gelang Julian Hagenauer per Volleyschuss der Ausgleich für die Gastgeber.
Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. In der 88. Minute parierte FSV-Torwart Ben Broghammer einen Foulelfmeter von Florian Hien und leitete sofort den Gegenangriff ein. Simon Hack setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte den Ball flach vor das Tor. Dort reagierte Ibrahim Shawaz Abdelkader am schnellsten und traf in der 89. Minute zum umjubelten 2:1-Sieg.
Interimstrainer Max Hupfloher zeigte sich zufrieden: „Trotz der Schonung vieler Stammspieler zeigte die Mannschaft eine kompakte und geschlossene Leistung. Das Team belohnte sich nach dem gehaltenen Elfmeter spät noch mit dem Siegtreffer für seinen Einsatz.“
Derby vor über 400 Zuschauern
Nur einen Tag später wartete mit dem SV Türk Gücü Straubing der nächste Härtetest. Mehr als 400 Zuschauer sahen ein unterhaltsames Stadtderby, das der Landesliga-Aufsteiger letztlich verdient mit 4:2 gewann.
Die Gäste gingen früh in Führung. Nach einem Foul von Max Hupfloher an Almir Mesanovic verwandelte Asllan Shalaj den fälligen Strafstoß sicher zum 1:0. Türk Gücü bestimmte zunächst das Geschehen, ehe der FSV VfB zurückkam. Nach einem missglückten Klärungsversuch von Gästetorwart Gheorghe Calin stand Mario Cieslik goldrichtig und schob zum 1:1 ein.
Kurz vor der Pause sorgte eine umstrittene Szene für Aufsehen. Nach einem Zweikampf an der Mittellinie griff der Linienrichter ein. Während Lewin Gebhard die Gelbe Karte erhielt, musste Julian Weber beim FSV VfB mit der Roten Karte vom Platz. Der genaue Grund blieb unklar.
Trotz Unterzahl hatte Imran Krasniqi kurz vor dem Seitenwechsel die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch frei vor dem Tor.
Führung verspielt
Direkt nach Wiederbeginn machte es Krasniqi besser. Nach einer Flanke von Florian Folger traf er zur 2:1-Führung für den FSV VfB. Doch anschließend verlor die Mannschaft innerhalb weniger Minuten den Faden.
Zunächst führte ein Abstimmungsfehler zwischen Torwart Kaan Gülcü und dem kurz zuvor eingewechselten Fynn Spielvogel zum 2:2. Praktisch im direkten Gegenzug nutzte Spielvogel einen missglückten Rückpass zur 3:2-Führung der Gäste. Wenig später traf Almir Mesanovic zum 4:2 und entschied damit die Partie.
Eine Gelb-Rote Karte gegen Samet Dugolli brachte den FSV VfB zwar wieder in Überzahl, doch weitere Tore fielen nicht mehr.
Trainer lobt Moral der Mannschaft
Für Max Hupfloher überwog trotz der Niederlage der positive Eindruck seiner Mannschaft: „Der Sieg für Türk Gücü geht in Ordnung. Nach dem frühen Rückstand haben wir geschlossen ins Spiel zurückgefunden und selbst in Unterzahl mit 2:1 geführt. Drei individuelle Fehler führten dann zu drei Gegentoren. Die Mannschaft zeigte nach dem Abpfiff aber ihren guten Charakter – keine Vorwürfe, keine Schuldzuweisungen, sondern eine positive Stimmung, es nächste Woche zum Saisonauftakt besser zu machen.“
Mit dem erfolgreichen Test gegen die DJK SB Straubing und den Erkenntnissen aus dem Derby geht der FSV VfB Straubing nun in die letzte Trainingswoche vor dem Pflichtspielstart.
