(ak) Der FSV VfB Straubing steht im Viertelfinale des Totopokals. Am Mittwochabend drehten die Straubinger im Niederbayern-Derby bei der SpVgg GW Deggendorf einen 0:1-Rückstand und setzten sich mit 2:1 durch. Selbst eine Gelb-Rote Karte in der Schlussphase brachte den Auswärtssieg vor gut 100 Zuschauern nicht mehr in Gefahr.
Beide Mannschaften schonten auf dem Deggendorfer Kunstrasenplatz einige Stammkräfte. Dem Niveau der Partie tat dies allerdings keinen Abbruch. Zunächst erwischten die Gastgeber den besseren Start.
Nach gut fünf Minuten schloss Marlon Limmer einen schnellen Konter über Luis Fritz zum 1:0 für Deggendorf ab. Straubing brauchte einige Zeit, fand dann aber zunehmend besser in die Begegnung und übernahm mehr Spielanteile.
Zweimal Aluminium und knapp vorbei
Kurz vor der Pause drängte der FSV VfB auf den Ausgleich. Matthias Gruber hatte aus rund 15 Metern die große Chance, traf allerdings nur die Querlatte. Wenig später brachte Leon Jedlicka von rechts eine präzise Flanke auf Max Plendl, dessen Kopfball knapp über das Tor ging.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Straubinger deutlich verbessert. Der Ball lief sicherer durch die eigenen Reihen, Deggendorf geriet zunehmend unter Druck. Nach gut einer Stunde fiel der verdiente Ausgleich. Felix Jobst nutzte einen missglückten Abschlag von Deggendorfs Torwart Jonas Rehberg, eroberte den Ball und schob zum 1:1 ein.
Tavcar köpft Straubing ins Viertelfinale
Gut zehn Minuten später drehten die Gäste die Partie endgültig. Mario Cieslik brachte einen Eckball präzise vor das Tor, Nico Tavcar stieg hoch und köpfte zum 2:1 für Straubing ein.
Kurz darauf musste der FSV VfB allerdings einen Rückschlag verkraften: Arian Ramadani sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Deggendorf konnte die Überzahl jedoch nicht mehr zum Ausgleich nutzen. Straubings Torwart Ben Broghammer erwies sich in der Schlussphase als sicherer Rückhalt und hielt den Sieg fest.
Damit zieht der FSV VfB Straubing nach dem 2:1-Auswärtserfolg ins Viertelfinale des Totopokals ein. Co-Spielertrainer Tom Liebherr sah vor allem nach der Pause eine klare Steigerung seiner Mannschaft. In der ersten Hälfte habe sein Team nur schwer in die Partie gefunden, zu wenige Zweikämpfe angenommen und Probleme bei der Passqualität gehabt. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber ein ganz anderes Gesicht gezeigt“, sagte Liebherr. Die Mannschaft habe vieles besser umgesetzt und sich den Sieg letztlich verdient.
