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Die Reisewelle rollt an – Pfingsturlauber werden auf harte Probe gestellt

(ra) Kilometerlange Staus, Baustellen und Grenzkontrollen: Pfingsturlauber werden auf ihrer Fahrt in den Süden und zurück auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Mit der ersten großen Welle Richtung Österreich und Italien rechnet der ADAC schon am kommenden Freitagnachmittag sowie am Samstag in den Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden.

Markus Bachleitner, Leiter der ADAC Verkehrsinformation, hat auch gute Nachrichten parat: „Weitgehend freie Fahrt haben die Autofahrer am Pfingstsonntag“, sagt der Experte und empfiehlt, den Reiseantritt möglichst auf diesen Tag zu legen. Am Pfingstmontag und auch noch am Dienstag ist jeweils am Nachmittag wieder mit sehr lebhaftem Heimreiseverkehr und vielen Staus zu rechnen, so seine Prognose.

Verschärfen wird sich die Lage ebenfalls in der zweiten Ferienwoche, weil zahlreiche Urlauber Fronleichnam (15. Juni) für den Start in ein verlängertes Wochenende nutzen. Und Richtung Norden ist ab Mitte der Woche mit der ersten Rückreisewelle zu rechnen. „Diese erreicht am Samstag, 17. Juni, ihren Höhepunkt, so Bachleitner. Am entspanntesten sollte es da noch am Donnerstag und Freitag zugehen.

Stauberater wieder im Einsatz

Die gute Nachricht: Mit Beginn der Pfingstferien sind auch die südbayerischen ADAC Stauberater wieder im Einsatz. Bis 10. September patrouillieren die Gelben Engel der Urlauber jeweils an den Wochenenden auf den klassischen Reiserouten im Großraum München. Zum Nadelöhr dürfte der Münchner Autobahnring A99 werden. Dort wird der 7,3 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz München Nord und der Anschlussstelle Aschheim/ Ismaning auf acht Spuren ausgebaut. Dauer: bis 2019! „Vor allem in diesem Bereich ist mit vielen Staus und längeren Wartezeiten in beiden Richtungen zu rechnen, zumal es kaum lokale Umfahrungsmöglichkeiten gibt“, sagt Stauberater-Chef, Bernd Emmrich voraus.

Ab sofort wieder im Einsatz: Die ADAC Stauberater begleiten die Autourlauber auf dem Weg in die schönsten Wochen des Jahres und wieder zurück. – Foto: ADAC

Wegen der nach wie vor bestehenden Grenzkontrollen sind die Stauberater dank einer Kooperation mit dem ÖAMTC auch auf österreichischer Seite im Einsatz. Im Visier haben die Gelben Engel die Grenzübergänge Walserberg auf der A1/A8 Salzburg – München sowie Kufstein/ Kiefersfelden auf der Inntalautobahn A12/A93. „Urlauber sollten grundsätzlich an gültige Ausweispapiere auch für Kinder denken“, empfiehlt Emmrich. Die Dokumente sind zudem notwendig auf der A8/A3 Linz – Passau, aber auch an einigen Grenzübergängen von Österreich nach Ungarn, Slowenien und der Slowakei bei der Einreise nach Österreich sowie zwischen Kroatien und Slowenien.

Für Heimkehrer hat der ADAC einen besonderen Service eingerichtet: Unter der aus dem Ausland erreichbaren Hotline 0049 89 76 76 14 44 gibt es aktuelle Informationen zur Verkehrssituation in Österreich, der Schweiz und Norditalien. Stets aktuelle Verkehrsinformationen liefert auch die ADAC Maps App für Smartphones. Die Anwendung erfasst unter anderem sämtliche Staus und informiert den Nutzer in Echtzeit über den zu erwartenden Zeitverlust.

ADAC StauStudio informiert: Radio einschalten!

Parallel zu den Stauberatern startet auch das mobile ADAC StauStudio in die Saison. Die rollende Verkehrsredaktion liefert aktuelle Meldungen in die Hörfunkstudios von zehn Radiosendern. Zu hören ist der Reise- und Urlauberservice in den Verkehrsnachrichten der langjährigen Partnersender Bayern 1 und Bayern 3 sowie im Raum München auf Radio Gong 96,3, Radio Arabella, 106.4 Top FM sowie 95,5 Charivari, in Ingolstadt über Radio IN, rund um Miesbach und Bad-Tölz über Radio Alpenwelle, in Rosenheim und Region über Radio Charivari und im Raum Traunstein/ Berchtesgadener Land über die Bayernwelle Süd-Ost. Unterstützt wird das mobile ADAC StauStudio vom ADAC Flugbeobachter aus der Luft, den der Automobilclub in Kooperation mit seinem Medienpartner ANTENNE BAYERN einsetzt. Im Visier haben die Flugbeobachter neben den südbayerischen Urlauberrouten auch die Verkehrssituation an den kontrollierten Grenzübergängen.

Gratis Bayern-Tickets im Koffer

Wenn die Stauberater im Einsatz sind, haben sie Malbücher, Stifte und Spiele für Kinder, gekühlte Getränke der Adelholzener Alpenquellen sowie Kartenmaterial zur Umfahrung von Stauungen über Alternativrouten in ihren Koffern. Unter dem Motto „Urlaub in Bayern mit dem Bayern-Ticket“ verteilen die Gelben Engel in einer Gemeinschaftsaktion mit der DB Regio Bayern an Rastanlagen und Parkplätzen eine Info-Broschüre mit lohnenswerten Zielen im Freistaat. Das Besondere: Jede fünfte Broschüre enthält ein gratis Bayern-Ticket, mit dem bis zu fünf Personen einen Tag lang die DB-Nahverkehrszüge, S-Bahnen und öffentliche Verkehrsmittel in vielen bayerischen Verbundnetzen nutzen können.