Dahlien pflanzen und sicher durch das Jahr bringen
(ra). Wenn der Mai langsam endet und der April beginnt, beginnt auch die Zeit, in der sich viele Gärtner daran machen, Löcher im Erdboden auszuheben, um den Dahlienknollen die beste Voraussetzung für ihr Wachstum zu geben. Worauf es jedoch zu achten gilt und wie Sie die Pflanze am besten durch das Jahr bringen können, erfahren Sie im Folgenden.

Anpflanzung
Dahlien brauchen einen durchlässigen Untergrund, das Wasser braucht die Möglichkeit, gut ablaufen zu können. Doch auch beispielsweise andere Bodenvoraussetzungen eignen sich, wenn man gewisse Maßnahmen trifft, wie beispielsweise die Einarbeitung von Sand auf einem lehmigen Untergrund, sodass für einen guten Wasserabfluss gesorgt ist und somit für ein besseres Wachstum der Dahlie.
Dafür schüttet man eine Schicht Sand auf die Erde, gräbt diese um und kann anschließend das Pflanzloch ausheben. Dieses sollte so tief sein, dass zwischen dem oberen Teil der Blumenzwiebeln und der Erdoberfläche nicht zu viel Platz ist. Damit fertig, empfiehlt sich, den unteren Boden noch ein wenig aufzulockern.
Bevor man sich nun dem Einpflanzen der Blumenwurzel widmet, sollte man eine Stütze anbringen, zum Beispiel einen Stützpfahl, da Dahlien sehr schwer werden können und deswegen das Umkippen droht, sorgt man nicht ordentlich vor. Theoretisch kann man diesen auch nach der Pflanzung der Wurzel anbringen, allerdings wird empfohlen, die Reihenfolge einzuhalten, um die Wurzel nicht zu beschädigen. Dafür den Pfahl einfach an der Seite des Pflanzloch ansetzen und ihn mit beispielsweise einem Hammer in die Erde schlagen. Sollte die Stütze ein wenig schief sein, ist das überhaupt kein Problem.

Anschließend entfernt man die vertrockneten und faulen Knollen von der Wurzel, die oft dann entstehen, wenn die Wurzel aus dem Winterlager kommt. Dafür reicht es, sie mit der Hand abzuknipsen, ansonsten kann natürlich auch eine Schere oder ein Messer zur Hilfe genommen werden. Ist das erledigt, wird es Zeit, die Dahlie in den ausgegrabenen Grund zu legen, dabei sollte sie rund zwei bis drei Zentimeter von der Oberfläche entfernt sein. Alte Stängelansätze, die abstehen sind von dieser Entfernung ausgenommen, sie dürfen ruhig aus der Erde herausragen.
Zum Schluss wird die Erde angegossen, damit sie sich schön um die Blumenzwiebel legt. Sobald der Stängel höher gewachsen ist, kann man ihn um den Pfahl wickeln, um der Pflanze eine Stabilität zu geben.
Gießen
Dahlien sollten mit nur wenig Wasser gegossen werden. Es wird empfohlen, sie ein wenig zu gießen, darauf zu warten, bis sie das Wasser eingezogen hat und anschließend noch ein wenig Wasser nachzugießen.

Richtig überwintern
Im Herbst wird es Zeit, die Dahlien auszugraben. Dafür löst man die Blumenwurzel vorsichtig aus der Erde und klopft die Knollen anschließend ein wenig von der Erde frei. Dann legt man sie in eine mit Zeitung ausgelegte Holzkiste und bedeckt die Knollen mit Sand. Nun sind sie bestens vorbereitet, um an einem kühlen und trockenen Ort zu überwintern.
Dahlienknollen vorziehen
Im Wintergarten oder im Gewächshaus können Dahlienknollen schon im März in einem Topf vorgezogen werden. Damit die Triebe nicht vergeilen, sollte man für viel Licht sorgen, zu warm aber sollte es nicht sein.
Vermehren lassen sie sich durch Stecklinge, dafür treibt man die Knollen an einem hellen, kühlen Ort im Haus an, bevor man die jungen Triebe abbricht und im Anzuchtkasten als Stecklinge weiterkultiviert.
Bedacht dabei sollte werden, dass vorgezogene und selbstvermehrte Dahlien erst nach den Eisheiligen ins Beet gepflanzt werden und langsam an das Sonnenlicht gewöhnt werden müssen.