(ra) Die ADAC Luftrettung bleibt ein zentraler Pfeiler der notfallmedizinischen Versorgung. Allein in Bayern wurden im Jahr 2025 insgesamt 11.742 Einsätze geflogen. Bundesweit rückten die fliegenden Gelben Engel zu rund 49.000 Notfällen aus – durchschnittlich 134 Einsätze pro Tag. Christoph 15 Straubing flog die zweithäufigsten Einsätze im vergangenen Jahr.

Häufigster Alarmierungsgrund waren Verletzungen nach Unfällen. In 31 Prozent der Fälle handelte es sich um Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- oder Verkehrsunfälle. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte oder Herzrhythmusstörungen machten 26 Prozent der Einsätze aus. Neurologische Notfälle, darunter Schlaganfälle, lagen bei 13 Prozent, akute Atemnot bei acht Prozent. Knapp jeder zehnte Patient war ein Kind oder Jugendlicher.

„Christoph 15“ kam im vergangenen Jahr auf 1699 Alarmierungen und liegt im südbayerischen Vergleich auf Platz 1. – Foto: ADAC Luftrettung gGmbH

Bayern verzeichnete erneut die meisten Einsatzorte im Bundesvergleich. Zwar sank die Zahl der Alarmierungen gegenüber dem Vorjahr leicht, das Einsatzniveau blieb jedoch hoch. Gleichzeitig nahm die Bedeutung von Spezialeinsätzen mit Rettungswinde weiter zu.

Die acht bayerischen ADAC-Stationen verteilten sich 2025 wie folgt:
Christoph 18 Ochsenfurt (1.942 Einsätze),
Christoph 15 Straubing (1.699),
Christoph 20 Bayreuth (1.538),
Christoph 1 München (1.427),
Christoph 40 Augsburg (1.362),
Christoph 65 Dinkelsbühl (1.285),
Christoph Murnau (1.222) und
Christoph 32 Ingolstadt (1.181).

„Christoph 15“ Straubing belegte bundesweit Platz fünf. Die Crew flog 108 Einsätze mit Rettungswinde und zählt damit zu den besonders spezialisierten Standorten in Südbayern. Auch die Münchner Station „Christoph 1“ verzeichnete einen Anstieg der Windeneinsätze. In Murnau kam die Rettungswinde bei 223 Alarmierungen zum Einsatz – mehr als an jeder anderen Station in Deutschland.

Bundesweit stieg die Zahl der Windeneinsätze um fünf Prozent auf 580. Die Technik ermöglicht Rettungen an schwer zugänglichen Orten und spielt auch im Katastrophenschutz eine wichtige Rolle.

Zum Einsatz kommen moderne Hubschrauber der Typen H135 und H145. Perspektivisch setzt die ADAC Luftrettung auf den neuen Typ H140, der Reichweite, Nutzlast und Effizienz vereint.

Seit Oktober 2025 bündelt der neue ADAC Luftrettung Campus in Oberpfaffenhofen Flugbetrieb, Medizin, Ausbildung, Forschung und Technik an einem Standort. Bundesweit sichern mehr als 1.500 Beschäftigte – darunter Piloten, Notärztinnen, Notfallsanitäter und Technikpersonal – die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft.