Bezirksbäuerin Irene Waas: Plätzchen schmecken mit Butter am besten (Rezept)
(ra) Butter gehört zur Weihnachtsbäckerei unbedingt dazu. Denn Plätzchen schmecken mit Butter am besten. Darauf weist Bezirksbäuerin Irene Waas aus Wallersdorf (Landkreis Dingolfing-Landau) hin. Und sie gibt unseren Lesern sogar ein Rezept für Schlemmerstangen.
„Plätzchen schmecken einfach mit Butter, natürlich bayerischer Butter, am besten“, sagt die niederbayerische Bezirksbäuerin Irene Waas. Einen festen Platz auf dem Plätzchenteller finden bei ihr zuhause Schlemmerstangen. Und damit es bayerische Schlemmerstangen sind, achtet sie auch bei Mehl und Eiern auf die regionale Herkunft.

Anders als viele Ersatzprodukte ist Butter ein rein natürliches Lebensmittel, das mit einem einzigen Inhaltsstoff auskommt: Milch. Für ein Stück Butter werden circa 5 bis 6 Liter Milch benötigt. Davon wird der Rahm separiert und pasteurisiert. Bei der sogenannten Verbutterung wird vom Rahm die Buttermilch abgetrennt. Die übrig gebliebenen Butterkörner werden zu Butterstücken geformt und abgepackt.
Butter besteht zu gut 80 Prozent aus Fett und zu rund 15 Prozent aus Wasser. Außerdem enthält sie geringe Mengen Milcheiweiß und liefert fettlösliche Vitamine. Im Handel können auch Butterfette mit reduziertem Fettanteil und höherem Wasseranteil wie Halbfett- oder Dreiviertelfettbutter erworben werden. Hier ist der Zusatz von Speisegelatine erlaubt. Die Handelsklasse „Deutsche Markenbutter“ ist die qualitativ hochwertigste in Bezug auf Sensorik, Wasserverteilung und Streichfähigkeit. Laut Butterverordnung darf diese nur unmittelbar aus pasteurisierter Sahne hergestellt werden.
Hierzulande wird Butter in der Regel aus Kuhmilch gewonnen und in den Sorten Süßrahm-, Sauerrahm- und mildgesäuerte Butter angeboten. Während Süßrahmbutter mild und sahnig schmeckt, ist Sauerrahmbutter, die unter Verwendung spezifischer Milchsäurekulturen angesäuert wird, kräftiger im Geschmack. Mildgesäuerte Butter liegt dazwischen. Übrigens eignet sich auch Butterschmalz zum Backen. Es gibt dem Gebäck einen noch zarteren Buttergeschmack. Dabei handelt es sich um ein durch Ausschmelzen gewonnenes Butterfett. Wegen seines sehr geringen Wasser-gehaltes von rund 0,1 Prozent und seines hohen Fettgehaltes von circa 99,8 Prozent lässt sich Butterschmalz in der Küche wunderbar zum Kochen, Braten und Backen verwenden. Da es sehr ergiebig ist, benötigt man zum Backen rund 20 Prozent weniger als die im Rezept angegeben Buttermenge.
Rezept für „Schlemmerstangen“
Zutaten:
250 g Marzipan
200 g Butter
100 g Zucker
1 Pä. Vanillezucker
1 Ei
Saft einer halben Zitrone
205 g Mehl
100 g Stärkemehl
Zum Füllen und Garnieren: ½ Glas Sauerkirschkonfitüre, helle Schokoladenkuvertüre
Zubereitung:
Marzipan, weiche Butter, Zucker, Vanillezucker, Zitronensaft und das Ei schaumig rühren. Nach und nach das gesiebte Mehl und Speisestärke unterrühren.
Den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und etwa 5 cm lange Stangerl auf ein gefettetes Backblech spritzen. Die Stangerl bei 175 Grad in etwa 8 Minuten hellgelb backen. Nach dem Abkühlen die Hälfte der Stangerl auf der glatten Seite mit Konfitüre bestreichen. Je eine zweite Stange fest draufdrücken. Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Stangenenden hineintauchen. Die Schlemmerstangen auf einem Kuchengitter abtropfen und erkalten lassen.