(pol) Ein medizinischer Notfall auf der Landshuter Dult hat am späten Samstagabend die Polizei auf den Plan gerufen. Ein 24-Jähriger gab sich als Rettungssanitäter aus und behandelte einen 22-Jährigen – dabei soll er auch einen medizinischen Eingriff vorgenommen haben, der üblicherweise Ärzten oder speziell qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten ist. Der echte Rettungsdienst wurde misstrauisch und verständigte die Polizei.
Der medizinische Notfall ereignete sich am Samstag gegen 23.50 Uhr auf dem Dultgelände. Freunde des 22-Jährigen alarmierten daraufhin den Rettungsdienst. Noch bevor die Einsatzkräfte die Behandlung übernahmen, trat der 24-jährige Deutsche als vermeintlicher Rettungssanitäter auf und leistete Erste Hilfe.
Rettungsdienst wird bei Behandlung misstrauisch
Nach Angaben der Polizei führte der Mann bei dem Patienten zudem einen medizinischen Eingriff durch, der in der Regel von Ärzten oder speziell ausgebildetem medizinischem Fachpersonal vorgenommen wird.
Dem später eingetroffenen Rettungsdienst kam das Verhalten des vermeintlichen Sanitäters ungewöhnlich vor. Die Einsatzkräfte verständigten deshalb die Polizei.
Bei der Identitätsfeststellung stellten die Beamten fest, dass der 24-Jährige leicht alkoholisiert war. Außerdem hatte er einen Arztkoffer mit Medikamenten bei sich. Die Polizei stellte den Koffer samt Inhalt sicher.
Polizei prüft medizinische Kenntnisse des Mannes
Der 24-Jährige erhielt einen Platzverweis für das Dultgelände. Zudem leitete die Polizei ein Strafverfahren ein.
Die weiteren Ermittlungen sollen nun insbesondere klären, ob der Mann tatsächlich über medizinische Vorkenntnisse verfügt und ob beziehungsweise in welchem Umfang er zu dem vorgenommenen Eingriff berechtigt war.
