(pol) Drei junge Männer im Alter von 16, 18 und 19 Jahren stehen im Verdacht, als Teil einer Bande ältere Menschen mit Telefonbetrug um ihr Geld gebracht zu haben. Am Dienstag durchsuchten Ermittler im Zusammenhang mit dem Verfahren Objekte und stellten zwei Mobiltelefone sicher. Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Landshut gegen die drei Verdächtigen und weitere bislang unbekannte Personen.
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist unter anderem ein Fall aus Altfraunhofen im Landkreis Landshut. Dort war eine Seniorin Anfang März von Telefonbetrügern kontaktiert worden. Nach dem Gespräch legte sie mehr als 10.000 Euro in zwei Briefumschlägen in der Nähe ihrer Wohnung zur Abholung bereit.
Bei einer weiteren Tat übergab die Frau außerdem ihre EC-Karte samt PIN. Den Betrügern gelang es anschließend, mehrere tausend Euro vom Konto der Seniorin abzuheben.
Ermittler identifizieren mutmaßliche Abholer
Durch intensive Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft gerieten schließlich die drei jungen Männer ins Visier. Sie sollen bei den Betrugsfällen als sogenannte Abholer eingesetzt worden sein.
Bei der Durchsuchungsaktion am Dienstag stellten die Beamten zwei Mobiltelefone sicher. Deren Auswertung soll nun weitere Erkenntnisse über die mutmaßliche Bande und mögliche zusätzliche Straftaten liefern.
Insbesondere wird geprüft, ob die Beschuldigten auch im Raum Erding und in Dessau als Abholer für Telefonbetrüger tätig waren. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs dauern an.
