(ra) Alte Handys, kaputte Föhne und ausrangierte Drucker verschwinden oft für Jahre in Schubladen und Kellern. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) ruft deshalb zum internationalen Tag des Elektroschrotts am Mittwoch, 14. Oktober dazu auf, ausgediente Geräte hervorzuholen und richtig zu entsorgen. Denn in ihnen stecken wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können.

Rund zehn Kilogramm Elektroaltgeräte pro Einwohner werden im Verbandsgebiet jährlich gesammelt. Das liegt über dem bayerischen Durchschnitt von acht Kilogramm. Dennoch dürfte deutlich mehr Elektroschrott anfallen, als tatsächlich bei den Sammelstellen landet. Europaweit werden laut Studien weniger als 40 Prozent des anfallenden Elektroschrotts über die vorgesehenen Sammel- und Recyclingsysteme erfasst.

Dabei geht es längst nicht nur um Fernseher, Waschmaschinen oder Kühlschränke. Auch blinkende Kinderschuhe, elektrische Zahnbürsten, Rauchmelder, E-Zigaretten und singende Grußkarten gehören zum Elektroschrott. Als Faustregel gilt: Was einen Stecker, Akku oder eine Batterie hat, gehört nicht in den Restmüll.

Besonders warnt der ZAW-SR vor falsch entsorgten Lithium-Akkus. Werden sie beschädigt, können sie Brände in Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen auslösen.

Noch funktionierende Geräte sollten möglichst weitergegeben, verkauft oder gespendet werden. Auch eine Reparatur kann sinnvoll sein. Ausgediente Elektrogeräte können Privathaushalte kostenlos an den Wertstoffhöfen oder über entsprechende Rückgabestellen im Handel abgeben.