(obx) Wenn der Hochsommer sich dem Ende zuneigt, beginnt in vielen Gärten und an Wegesrändern die Erntezeit für heimische Wildfrüchte. Holunder, Brombeeren, Hagebutten und Sanddorn gehören zu den nährstoffreichsten Gaben der Natur – und sind in ihrer gesundheitlichen Wirkung kaum zu übertreffen.

Brombeeren – Foto: Pixabay

Holunderbeeren etwa enthalten hohe Mengen an Vitamin C, Flavonoiden und Anthocyanen – Stoffe, die das Immunsystem stärken und Entzündungsprozesse im Körper hemmen können. Schon in der traditionellen Volksmedizin galten Holundersaft und -tee als bewährte Mittel gegen Erkältungen und grippale Infekte.

Brombeeren punkten mit Ballaststoffen, Kalzium, Magnesium und antioxidativen Pflanzenstoffen. Besonders die dunkle Farbe verrät: Hier steckt viel Zellschutz-Potenzial. Hagebutten, die Früchte der Wildrose, sind reich an Vitamin C, wirken harntreibend, entzündungshemmend und können Gelenkbeschwerden lindern.

Auch Sanddorn gilt als heimisches Multitalent. Sein Öl wird äußerlich zur Hautpflege eingesetzt, die Beeren liefern neben Vitamin C auch wertvolle Fettsäuren. Ob als Saft, Mus oder Pulver – die Verarbeitung ist vielfältig. Wichtig: Wildfrüchte sollten stets reif geerntet und möglichst frisch verarbeitet werden.

Wer auf regionale Superfoods setzt, stärkt nicht nur seine Gesundheit, sondern schont auch die Umwelt. Denn statt exotischer Beeren aus Übersee bieten heimische Wildfrüchte gesunde Vielfalt – direkt vor der Haustür.