(pol) Mit deutlich mehr als 170 km/h soll ein 52-jähriger BMW-Fahrer am Donnerstag durch einen auf 80 km/h begrenzten Baustellenbereich der A92 bei Wörth an der Isar gerast sein. Selbst eine zivile Polizeistreife, die bei der Verfolgung nach eigenen Angaben 170 km/h erreichte, konnte zunächst nicht aufschließen. Der Mann soll zudem andere Fahrzeuge rechts über den Standstreifen überholt und eine Gefahrenbremsung verursacht haben.

Der weiße BMW X5 fiel den Beamten gegen 11.20 Uhr auf der A92 in Fahrtrichtung München auf. Kurz vor Wörth an der Isar überholte der 52-Jährige die zivile Streife mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit.

Polizeistreife kann zunächst nicht aufschließen

In dem Baustellenbereich gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und beschleunigten dabei nach Polizeiangaben auf bis zu 170 km/h. Trotzdem habe sich der BMW weiter vom Streifenwagen entfernt.

Gefahrenbremsung und Überholmanöver auf Standstreifen

Am Ende der Baustelle musste der BMW-Fahrer laut Polizei wegen eines vorausfahrenden Autos stark abbremsen, um einen Auffahrunfall zu verhindern.

Damit nicht genug: Im weiteren Verlauf soll er mehrere Verkehrsteilnehmer verbotswidrig rechts über den Standstreifen überholt haben.

Erst als der 52-Jährige die Autobahn an der Anschlussstelle Wörth an der Isar verließ, konnten die Beamten ihn gefahrlos anhalten.

Ermittlungen wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens

Die Polizei leitete gegen den BMW-Fahrer ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein.

Die Verkehrspolizeiinspektion Landshut sucht nun weitere Verkehrsteilnehmer, die die Fahrt beobachtet haben oder durch den BMW-Fahrer gefährdet wurden. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0871/92520 entgegen.