(djd). Ein angenehmes Raumklima gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für komfortables Wohnen – im Hochsommer ebenso wie an kalten Wintertagen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Gebäudehülle. Aktuelle Messungen aus dem Viva Forschungspark von Baumit zeigen, welchen Einfluss die Kombination aus Dämmung und massiver Bauweise auf die Temperaturen im Gebäudeinneren haben kann.

Höhere Durchschnittstemperaturen und häufigere Hitzewellen machen eine gute Gebäudedämmung nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer immer wichtiger. – Foto: djd/Baumit/Getty Images/Westend61/Steve Brookland

Im Sommer hält eine gut gedämmte Gebäudehülle die Hitze länger draußen, während sie im Winter dazu beiträgt, den Wärmebedarf zu reduzieren.

Gut gedämmt bleibt es im Sommer länger kühl

Laut Deutschem Wetterdienst sind die Jahresmitteltemperaturen in Deutschland seit der vorindustriellen Zeit um rund 2,5 Grad Celsius gestiegen. Damit fällt die Erwärmung hierzulande stärker aus als im globalen Mittel, das derzeit bei etwa 1,4 Grad liegt. Gerade weil heiße Tage und Hitzewellen häufiger werden, gewinnt der sommerliche Wärmeschutz an Bedeutung. Wie stark die Gebäudehülle das Raumklima beeinflusst, zeigen Messungen im Viva Forschungspark von Baumit.

Bei einer Außentemperatur von 36,5 Grad wurde in einem gedämmten Ziegelhaus eine Innentemperatur von 25,9 Grad gemessen. Das Gebäudeinnere blieb damit mehr als zehn Grad kühler als die Außenluft. Ein vergleichbares, ungedämmtes Gebäude erwärmte sich dagegen auf fast 30 Grad. Noch deutlicher war der Unterschied bei zwei baugleichen Gründerzeithäusern: Während das ungedämmte Haus innen 28,3 Grad erreichte, wurden im gedämmten Vergleichsgebäude 24,2 Grad gemessen.

Die Ergebnisse zeigen, wie entscheidend das Zusammenspiel verschiedener Faktoren – vom baulichen Wärmeschutz über die Speichermasse der Bauteile bis hin zu Verschattung und Lüftungsverhalten – für den sommerlichen Wärmeschutz ist. Unter www.baumit.de gibt es weitere Informationen und Tipps zum energieeffizienten und klimagerechten Bauen und Sanieren.

Dämmung und Speichermasse im Zusammenspiel

Eine wirksame Dämmung reduziert den Wärmeeintrag von außen. Massive Außenwände können zusätzlich als Wärmespeicher wirken: Sie nehmen Wärme vergleichsweise langsam auf und geben sie zeitverzögert wieder ab. Außenliegende Verschattung sowie das Lüften während der kühlen Nacht- und Morgenstunden unterstützen den sommerlichen Wärmeschutz zusätzlich.

Die Bedeutung des baulichen Wärmeschutzes betont auch Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Group: „Ich bin glücklich, in einem gut gedämmten Ziegelhaus zu leben. Selbst nach vielen heißen Tagen schlafe ich gut und wache erholt auf.“ Er weist auf den Zusammenhang von baulichem Wärmeschutz und Klimatisierung hin: „Eine gute Dämmung wirkt wie eine Klimatisierung, nur ohne zusätzlichen Stromverbrauch und laufende Wartungskosten“, so Schmid.