(tn) Am 2. Spieltag der Landesliga Mitte feierte der SV Türk Gücü Straubing einen historischen Nachmittag. Vor 184 zahlenden Zuschauern auf der Sportanlage des RSV Ittling bezwangen die Gastgeber den SV Wenzenbach in einer intensiven Partie mit 4:2 (2:1). Für die Hausherren war es nicht nur das allererste Landesligaheimspiel der Vereinsgeschichte, sondern zeitgleich auch der Premierendreier in dieser Spielklasse. Damit steht Türk Gücü nun mit starken vier Punkten aus den ersten beiden Spielen als Aufsteiger glänzend da.

Das Trainerduo um Spielertrainer Asllan Shalaj und den noch angeschlagenen Co-Spielertrainer Tobias Richter bewies Mut zur Rotation: Etablierte Kräfte wie Lefter Cuku, Lewin Gebhard und auch Sturmtank Almir Mujcinovic nahmen überraschend zunächst auf der Bank Platz. Stattdessen feierte Youngster Fynn Spielvogel sein Startelf- und Landesligadebüt.

Fotos: Haas

Co-Spielertrainer Tobias Richter zeigte sich nach Abpfiff extrem stolz auf die Mannschaft: „Ein super Auftritt von uns heute. Die Jungs haben unseren Spielplan perfekt umgesetzt.“ Die Hausherren erwischten einen Blitzstart: In der 12. Minute nutzte Samet Dugolli einen folgenschweren Aufbaufehler des Wenzenbacher Keepers eiskalt zur 1:0-Führung. Wenzenbach steckte nicht auf und belohnte sich in der 37. Minute, als Stephan Sturm einen Abstimmungsfehler in der Defensive von Türk Gücü zum 1:1-Ausgleich nutzte.

Natürlich hatte Wenzenbach die ein oder andere Torchance, doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt. Nur zwei Minuten später bediente Debütant Spielvogel nach einem starken Solo Almir Mesanovic, der am langen Pfosten mühelos zum 2:1-Pausenstand einschob (39.‘).

Fotos: Haas

Direkt nach dem Seitenwechsel drückte Türk Gücü auf die Vorentscheidung. Ein vermeintlicher Treffer von Shalaj wurde wegen Handspiels korrekterweise von Schiedsrichter Matthias Putz nicht anerkannt (49.‘). In der Folge brachten die Joker die endgültige Entscheidung. Erst erhöhte der eingewechselte Lefter Cuku im Stile eines Torjägers auf 3:1 (65.‘), ehe Lewin Gebhard nach einem fulminanten Solo über das halbe Feld das sehenswerte 4:1 nachlegte (77.‘).

„Über 90 Minuten gesehen ein für uns hochverdienter Sieg, bei dem wir den Gegner vor allem in der zweiten Halbzeit sehr gut im Griff hatten und das Ergebnis so auch in Ordnung geht“, resümierte Richter den zweiten Durchgang.

Dass der ein oder andere auf der Bank saß, der es nicht erwartet hatte, wertete das Trainerteam positiv. „Genau so soll es sein“, so Richter. „Die Jungs machen es Asllan Shalaj und mir schwer zu entscheiden, wer spielt. Die zwei Jokertore zeigen, dass die Jungs verstehen, worauf es im Team ankommt.“

Wenzenbach kam in der 85. Minute durch einen berechtigten und verwandelten Handelfmeter von Alexander Freitag zwar noch einmal auf 4:2 heran, gefährlich wurde es in der dreiminütigen Nachspielzeit jedoch nicht mehr. Der eingewechselte Mujcinovic verpasste kurz vor dem Ende nur knapp den fünften Treffer für Türk Gücü. Am Ende bejubelte die Mannschaft einen verdienten Heimerfolg vor heimischer Kulisse.

Nach diesem Erfolg blickt Türk Gücü bereits nach vorne: Am 1. August 2026 steht um 16:00 Uhr die nächste große Herausforderung an. Dann reist die Mannschaft zur SpVgg Lam – ein extrem schweres Auswärtsspiel, bei dem das Team den Schwung aus dem gelungenen Saisonstart unbedingt mitnehmen will.