(tn) Der SV Türk Gücü Straubing hat am Samstag bei seiner Premiere in der Landesliga den ersten Punkt der Vereinsgeschichte geholt. Beim Bayernliga-Absteiger FC Sturm Hauzenberg erkämpfte sich der Aufsteiger ein verdientes 1:1-Unentschieden und überzeugte vor allem nach der Pause mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Der späte Ausgleich in der Nachspielzeit verhinderte den perfekten Einstand.
Vor rund 150 Zuschauern im Staffelbergstadion begann die Partie für Türk Gücü unter schwierigen Voraussetzungen. Aufgrund erheblicher Verkehrsprobleme stand nahezu die komplette Mannschaft vor dem Anpfiff im Stau und erreichte das Stadion erst kurz vor Spielbeginn. Entsprechend schwer fanden die Straubinger in die Begegnung.
Hauzenberg bestimmt die erste Halbzeit
Die Gastgeber übernahmen von Beginn an die Kontrolle und erspielten sich ein deutliches Übergewicht. Hauzenberg drängte auf die Führung, während Türk Gücü kaum Entlastung fand und nur selten offensive Akzente setzen konnte.
Kurz vor dem Seitenwechsel schlug der Aufsteiger jedoch eiskalt zu. Asllan Shalaj setzte sich stark durch und legte für Almir Mujcinovic auf, der zur überraschenden 1:0-Führung einschob.
Türk Gücü nach der Pause auf Augenhöhe
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Mannschaft deutlich verbessert. Türk Gücü gewann mehr Zweikämpfe, stand defensiv kompakter und gestaltete die Partie nun offen.
Beinahe gelang sogar das zweite Tor. Almir Mesanovic versuchte es mit einem Schlenzer aus rund 40 Metern, der das Tor nur knapp verfehlte.
Später Ausgleich nach umstrittener Szene
In den letzten Minuten erhöhte Hauzenberg noch einmal den Druck. In der Nachspielzeit fiel schließlich der Ausgleich. Dem Treffer war eine aus Sicht der Gäste fragwürdige Einwurfentscheidung vorausgegangen. Nach der anschließenden Flanke griff Torhüter Haruna Sidibeh vergeblich zu, ehe Alexander Starkl völlig freistehend zum 1:1 einköpfte.
Co-Spielertrainer Tobias Richter zog dennoch ein positives Fazit:
„Wir sind schlecht ins Spiel gekommen, haben uns nach der Pause aber deutlich gesteigert und die Partie ausgeglichen gestaltet. In den letzten 15 Minuten hat Hauzenberg noch einmal großen Druck entwickelt. Insgesamt ist das Unentschieden gerecht, für uns aber trotzdem ein gelungener Auftakt. Der späte Ausgleich ist kein Beinbruch.“
Erstes Heimspiel in Ittling
Trotz der Enttäuschung über den späten Gegentreffer kann Türk Gücü mit dem Auftakt zufrieden sein. Vor allem die zweite Halbzeit zeigte, dass der Aufsteiger auch gegen einen Bayernliga-Absteiger konkurrenzfähig ist.
Nun richtet sich der Blick auf das erste Landesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte. Am Samstag, 25. Juli, empfängt Türk Gücü Mitaufsteiger SV Wenzenbach. Wegen der laufenden Platzsanierung findet die Partie auf der Sportanlage des RSV Ittling statt. Anpfiff ist um 16 Uhr.
