(pol) Ein mutmaßlicher Hehlerring für gestohlene Pedelecs und Mountainbikes ist ins Visier der Ermittler geraten. Bei einer groß angelegten Durchsuchungsaktion im Raum Landshut hat die Kriminalpolizei vier Tatverdächtige festgenommen. Gegen alle Beschuldigten wurden Haftbefehle erlassen. Rund 45 Einsatzkräfte waren an der Razzia beteiligt.
Die Durchsuchungen fanden am Dienstag im Rahmen eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens der Kriminalpolizei Landshut statt. Unterstützt wurde das zuständige Fachkommissariat von Einsatzkräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei sowie der Zentralen Einsatzdienste Landshut.
Im Fokus der Ermittlungen stehen vier ukrainische Staatsangehörige im Alter zwischen 25 und 55 Jahren. Sie stehen im dringenden Verdacht, gewerbsmäßig mit gestohlenen, teilweise hochwertigen Pedelecs und Mountainbikes gehandelt beziehungsweise deren Verkauf unterstützt zu haben.
Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem Mobiltelefone sowie zwei Transporter sicher. Die sichergestellten Gegenstände sollen nun ausgewertet werden und weitere Hinweise auf die mutmaßlichen Taten liefern.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut erließ das Amtsgericht Landshut gegen alle vier Beschuldigten Haftbefehle wegen des dringenden Verdachts der gewerbsmäßigen Hehlerei. Nach der Vorführung beim Ermittlungsrichter wurden die Haftbefehle in Vollzug gesetzt. Die Tatverdächtigen befinden sich inzwischen in verschiedenen Justizvollzugsanstalten in Bayern.
Nach Angaben der Polizei sind die aktuellen Maßnahmen das Ergebnis monatelanger Ermittlungen von Polizei, Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Landshut. Bereits am 12. März waren im Zusammenhang mit dem Verfahren mehrere Wohnungen in verschiedenen niederbayerischen Landkreisen durchsucht worden.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Landshut unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft dauern an.
