(ra) Menschen mit und ohne Behinderung wollen in Landshut ein Zeichen für Inklusion setzen. Mit einer Kundgebung vor dem Rathaus machen sie auf die Folgen geplanter Kürzungen bei Unterstützungsleistungen aufmerksam und werben für gesellschaftliche Teilhabe.

Unter dem Motto „Warum Teilhabe kein Luxus ist“ findet die Veranstaltung am Samstag, 4. Juli um 15 Uhr vor dem Landshuter Rathaus statt. Organisiert wird die Kundgebung von Privatpersonen, die sich in ihrem persönlichen Umfeld mit den Herausforderungen von Menschen mit Behinderung auseinandersetzen.
Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbänden. Dazu zählen unter anderem die Caritas, die Lebenshilfe, die Turngemeinde Landshut, der ETSV 09 Landshut, die Bananenflanke, der Stadtjugendring, die Stadtkirche, die Pfarrei St. Wolfgang sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund.
Im Mittelpunkt stehen die befürchteten Auswirkungen geplanter Einsparungen im Bereich der Inklusion. Nach Ansicht der Veranstalter könnten diese für viele Betroffene weniger Selbstständigkeit und geringere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeuten.
Geplant sind mehrere Redebeiträge von Menschen, die sich für Inklusion engagieren oder selbst von möglichen Kürzungen betroffen wären. Sie wollen aufzeigen, welche Bedeutung Unterstützungsangebote für den Alltag vieler Menschen haben.
„Die Umwelt muss sich an Behinderte anpassen, nicht umgekehrt“, betont Initiatorin Anneliese Keil. Dafür seien veränderte Denkweisen, passende Strukturen sowie politische Entscheidungen und finanzielle Mittel notwendig.
Mit der Kundgebung wollen die Organisatoren für eine inklusive und solidarische Gesellschaft werben und zugleich auf die Bedeutung von Teilhabe aufmerksam machen. Nach ihrer Auffassung ist Inklusion kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil einer gleichberechtigten Gesellschaft.
Zur Teilnahme eingeladen sind alle Interessierten – unabhängig davon, ob sie selbst von einer Behinderung betroffen sind oder nicht.
