(pw) Iracema Scharf hatte ihren WM-Tag schon lange vor dem Anpfiff begonnen. Während andere in Landshut noch gemütlich ihren Morgenkaffee tranken, war die gebürtige Brasilianerin längst im Fußballfieber. Mit ihrer grün-gelben Nationalflagge über der Schulter und einem strahlenden Lächeln betrat sie am Morgen eine Bäckerei in der Region.

„Heute spielt Brasilien!“, sagte sie voller Vorfreude, während sie ihren Kaffee bestellte. Einige Gäste schmunzelten, andere kamen neugierig ins Gespräch. Schnell entwickelte sich eine kleine Unterhaltung über Fußball, die Weltmeisterschaft und die vielen Nationen, die in der Region Landshut zuhause sind.

Für Iracema Scharf ist Fußball mehr als nur ein Sport. Er erinnert sie an ihre Heimat Brasilien, an gemeinsame Abende mit Familie und Freunden und an die besondere Stimmung, die große Turniere mit sich bringen. Obwohl sie seit vielen Jahren in Niederbayern lebt, schlägt ihr Herz bei WM-Spielen der Seleção immer noch ein wenig schneller.
Im Laufe des Tages wuchs die Spannung. Freunde schrieben Nachrichten, Bekannte fragten nach ihrem Tipp für das Spiel gegen Marokko, und immer wieder wanderte der Blick auf die Uhr. Bis zum Anpfiff sollte es noch viele Stunden dauern.
Als schließlich die Nacht hereinbrach und das Spiel begann, verfolgte Iracema jede Minute mit großer Leidenschaft. Brasilien zeigte schöne Kombinationen, Marokko hielt entschlossen dagegen. Es war ein spannendes Duell, das die Zuschauer bis zum Schlusspfiff fesselte.
Am Ende stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Natürlich hatte sich Iracema einen Sieg für ihre Brasilianer gewünscht. Doch die Enttäuschung hielt nur kurz an. Denn viel wichtiger war für sie das Gemeinschaftsgefühl, das die Weltmeisterschaft auch fern der Heimat schafft.
„Fußball verbindet Menschen“, sagte sie nach dem Spiel. „Egal ob Brasilien, Marokko, Deutschland oder eine andere Nation – bei einer WM fiebern wir alle gemeinsam mit.“
Und so endete ein Tag, der für Iracema bereits beim Morgenkaffee begonnen hatte, mit einem zufriedenen Lächeln. Das Ergebnis war ausgeglichen – die Freude am Fußball aber eindeutig ein Volltreffer.
