(ra). Klingt fast zu simpel, oder? Mehr Sex, mehr Glück. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto klarer wird: Da ist tatsächlich etwas dran. Und nein, das ist kein Ratschlag aus einem Hochglanzmagazin, sondern das, was die Wissenschaft seit Jahren immer wieder bestätigt.

Studien zeigen, dass regelmäßige sexuelle Aktivität mit niedrigerem Blutdruck, weniger Stress und einem stärkeren Immunsystem zusammenhängt. Das ist übrigens kein Einzelphänomen, auch andere Lebensstilfaktoren wie ausreichend Vitamin D spielen eine wichtige Rolle für die körperliche Abwehrkraft. Die Carnegie Mellon University hat in einer Untersuchung mit Paaren festgestellt, dass mehr Sex in einer funktionierenden Beziehung das allgemeine Wohlbefinden spürbar steigert. Nicht als Pflichtprogramm, sondern wenn er aus echtem Wunsch entsteht. Der Unterschied klingt selbstverständlich, ist er aber offenbar nicht immer.

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Woran liegt das eigentlich, dass wir so selten offen darüber reden?

Sexualität ist in vielen Gesellschaften immer noch ein Tabuthema, obwohl wir längst wissen sollten, dass sie ein völlig normaler Teil menschlicher Gesundheit ist. Kein Mensch würde sich schämen, zum Zahnarzt zu gehen. Aber über die eigene Sexualität sprechen, Wünsche äußern, vielleicht sogar professionelle Unterstützung suchen? Das fühlt sich für viele noch immer komisch an. Manchmal sogar peinlich.

Dabei hat offene Kommunikation über Sex nachweislich positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. Wer seine Bedürfnisse kennt und ausdrücken kann, lebt einfach entspannter. Das gilt für die Beziehung zum Partner genauso wie für die Beziehung zu sich selbst. So schlicht ist das.

Plattformen wie Figgmi gehen genau diesen Weg: weg vom Tabu, hin zu einer entspannten, ehrlichen Auseinandersetzung mit Sexualität als Teil des Lebens. Besonders in Städten wie Basel, wo ein weltoffenes Publikum auf eine lebhafte Sozialkultur trifft, wächst das Interesse an solchen Angeboten deutlich. Wer nach sex in Basel sucht, findet dort eine Plattform, die dieses Thema mit Respekt und ohne erhobenen Zeigefinger behandelt. Kein Voyeurismus, kein Schmuddel-Image. Einfach ehrlich.

Aber zurück zur Gesundheit, weil das wirklich faszinierend ist.

Sexuelle Aktivität setzt Oxytocin frei, das sogenannte Kuschelhormon. Es stärkt nicht nur die Bindung zu anderen Menschen, sondern reduziert auch Angst und fördert das Gefühl von Sicherheit. Gleichzeitig sinkt der Cortisolspiegel, also das Stresshormon, das uns auf Dauer krank macht. Aus rein biologischer Sicht ist Sex also eine Art natürliches Beruhigungsmittel. Kostenlos, nebenwirkungsarm, und meistens sogar angenehm. Ehrlich gesagt klingt das nach einem ziemlich guten Deal.

Wobei, wenn man wirklich ehrlich ist, läuft es im echten Leben natürlich nicht immer so einfach. Stress, Alltagstrott, unausgesprochene Konflikte in der Beziehung, körperliche Erschöpfung nach einem langen Arbeitstag, das alles drückt auf die Libido. Interessanterweise gilt Ähnliches für andere Wohlbefindensfaktoren: Auch Farben in der eigenen Wohnumgebung können die Stimmung und damit indirekt auch die Lust beeinflussen. Meiner Meinung nach ist das der eigentliche Knackpunkt: Nicht wie oft man Sex hat, sondern warum man ihn vermeidet. Wer merkt, dass die Lust dauerhaft fehlt, sollte das nicht einfach als gegeben hinnehmen.

Manchmal hilft schon das offene Gespräch. Manchmal braucht es mehr.

Was die Wissenschaft jedenfalls klar sagt: Menschen mit einem erfüllten Sexualleben berichten häufiger von allgemeiner Lebenszufriedenheit, schlafen besser und zeigen weniger Symptome von Depressionen und Angstzuständen. Das ist keine Behauptung aus einem Wellness-Blog. Die WHO hat sexuelle Gesundheit explizit als integralen Bestandteil der allgemeinen Gesundheit anerkannt und betont, dass sie eng mit körperlichem und psychischem Wohlbefinden verknüpft ist. Das sollte eigentlich in jedem Gesundheitsratgeber stehen.

Also: Ja, mehr Sex kann mehr Glück bedeuten. Aber nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn man sich wohlfühlt, wenn man kommuniziert, wenn man sich nicht schämt, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Das fängt im Kopf an, lange bevor es körperlich wird. Und genau dort lohnt es sich anzusetzen.